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2 (1860) Director - Globus
Entstehung
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Elementarschule.

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Unterrichtsstoffe sein, an denen das Kind für die allgemeinsten und wesentlichstenRichtungen des menschlichen Geistes gewonnen werden kann. Die Richtungaber ist durch das Object bestimmt, und so ist die Frage nach den unterrichtlichen Ele-menten identisch mit der Frage nach den wesentlichsten Objecten des menschlichen Geistes.Wenn wir Gott und Welt als diese bezeichnen und innerhalb der Welt wiederum dieNatur und den Menschen selbst einander gegenüberstellen, innerhalb der Natur aber dieAusdehnung, die Aufeinanderfolge und Formbegrenzung der Erscheinungen als die all-gemeinsten Momente derselben ansehen können, und wenn wir zugleich in Betrachtziehen, daß die Entwickelung des Vorstellungslebens auch für die Entwickelung der sitt-lichen und religiösen Anlage mitbestimmender Grundfactor ist, der in der Entwickelungder Sprache seinen Ausdruck findet, so kommen wir auf folgende Elemente: Sprache,Zahl, Form, religiöse, sittliche, ästhetische Empfindung. Es ist aber ersichtlich, daß diese,in ihrem letzten Grunde der Ethik entlehnten Elemente sich in drei Gruppen vereinigenlassen, die aus psychologischen Gründen eine Vereinfachung der ersten Unterrichtsstofferechtfertigen. Denn offenbar ist die Grundlage alles Unterrichts die Sprache, weil so-wohl das Geistige als das Sinnliche erst in ihr ein Leben findet, und weil alles andere,was zu lehren ist, erst dadurch lehrbar wird, daß es in der Sprache einen verständlichenAusdruck gewinnt. In diese Gruppe gehören die Sprechübungen, das Lesen undSchreiben. Was sodann die zweite Gruppe betrifft, so sind die Verhältnisse der Raum-größen doch wieder nur mit Hülfe der Zahlengröße aufzufassen und die Zahl als dasMaß aller Dinge ist darum der elementarere Stoff. Das Gemüthsleben aber läßt aufder ersten Stufe eine Sonderung der religiösen und sittlichen Empfindung so wenig zu,daß vielmehr eine die andere in jedem Augenblicke muß erzeugen helfen, und was sichfür die Geschmacksbildung in den ersten Stadien der Erziehung thun läßt, beschränkt sichauf eine solche Vorbereitung derselben, die ganz in den Dienst anderer Hebungen, derSprache und der Religion, treten muß und eine selbständige Berücksichtigung noch wenigoder gar nicht finden kann. So kommen wir von dem aufgestellten Begriffe der päda-gogischen Elemente auf die Dreizahl: Sprache — Rechnen — Religion, als aufdiejenigen Unterrichtsstoffe, in denen die allgemeinsten und nothwendigsten Lebensrich-tungen des Menschen vorbereitet werden.

Wenn Pestalozzi in seinem ernsten Ringen nach Erkenntnis der rechten Unter-richtselemente bei Wort, Zahl und Form stehen geblieben ist, so hat er darin nur demDrange seiner Zeit, die Bildung des Menschen in der Entwickelung d er intellectuellenAnlagen vorzugsweise zu suchen, gehorcht. Dem höheren Standpuncte, auf welchensich seitdem die Erziehungswissenschaft erhoben hat, indem sie den ganzen und wirk-lichen Menschen, wie er unter den realen Bedingungen des Lebens, im lebendigen Zu-sammenhänge mit der Familie, dem Staate und der Kirche, denen er angehört, imLichte des göttlichen Wortes und in Folge seiner geschichtlichen Entwickelung erscheint,zu ihrem Objecte gemacht hat, — diesem höheren Standpuncte entspricht es, jenen Ele-menten, die nur auf die intellectuelle Ausbildung berechnet waren, auch die sittlich-religiösen Elemente, in denen die menschliche Persönlichkeit sich erst ganz in ihremElemente fühlt und weiß, als gleichberechtigte zur Seite zu stellen. Nun warzwar der Unterricht im Christenthume seit der Reformation niemals in der Schule derkleinen Kinder ganz aufgegeben worden, denn das Leben ist immer mächtiger als irgendeine Theorie, aber darin liegt eben der große Unterschied zwischen unserer heutigenElementarschule und zwischen der Pestalozzi's, daß wir die gemüthbildenden Stoffe aufbewußte Weise in die Reihe der nothwendigsten Elemente gestellt haben, so daß dennauch das methodische Interesse auf diesem Gebiete sich gegenwärtig fast lebendiger zeigt,als auf dem Gebiete der intellectuellen Unterrichtsstoffe. Das Verdienst, die Aufgabealles Unterrichts aus der höchsten Aufgabe des Gottebenbildlichen Menschen überhauptabzuleiten, hat Graser in seinem grundlegenden Werke „Diviuität oder das Principder einzig wahren Menschenerziehung" sich erworben. Er ist auch der erste, welcher