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2 (1860) Director - Globus
Entstehung
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Elcmentarbücher.

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vor. Soll das Gebiet beider näher bestimmt werden, so muß das Elementarbuch jeglicherArt auf der unteren Stufe, so muß das grammatische Elementarbuch außerdem noch aufder obern einzig und allein im Gebrauch sein; so kann für die Lectüre die Chrestomathieallenfalls neben dem Elementarbuch auch schon auf der obern Stufe benützt werden; soist nicht gut, weiter hinauf der Lectüre noch ein Elementarbuch zu Grunde zu legen,sondern, will man einmal eine Chrestomathie und nicht, was auf jeden Fall vorzuziehenist, die Schriftsteller selbst dem Schüler in die Hand geben, so kann hier die Chresto-mathie in Anwendung kommen (vergl. übrigens den Artikel Chrestomathie für moderne

Sprachen).

Der heut zu Tage über alles Maß hinaus angeschwollene Strom der Elementar-bücherliteratur ist so stark angewachsen, besonders in Folge des Strebens unserer Zeit,wie jegliche Art von Erwerb, so auch die Aneignung von Kenntnissen leicht und bequemzu vermitteln. Da es nun in der Bestimmung des Elementarbuches liegt, die Anfängeder zu erlernenden Gegenstände zugänglich und faßlich zu machen, so trifft die vor-herrschende Richtung der Zeit gerade auf diesem Gebiete einen ihr ungemein ange-

messenen Boden. Hierzu kommt noch ein Umstand. Die wissenschaftliche Thätigkeitetwa der letzten zwei Menschenalter hat vor allem das Charakteristische, daß sie in dieAnfänge und Gründe der Gegenstände ihres Forschens mit großer Vorliebe eindringt,gewissermaßen das Elementare, auf dem sie beruhen, zu ermitteln sucht und erst dannihre Aufgabe gelöst zu haben meint, wenn sie die verborgensten Beziehungen ergriffenund aufgedeckt hat. Andererseits läßt sich nicht verkennen, daß immer mehr die Neigungsich geltend macht, das irgendwie Gewonnene zu verwerthen und zum praktischen Ge-brauch zu verwenden, das Wisscnswerthe nicht um seiner selbst willen in stiller Genüg-samkeit zu ergreifen, sondern ihm um des Nutzens willen nachzugehen, den es zu ge-währen vermag.

Alle diese Umstände haben darauf eingewirkt, die verschiedenen Richtungen zu be-stimmen, nach denen hin sich gegenwärtig die Verfasser von Elementarbüchern bewegen.Im Folgenden sollen die bedeutendsten dieser Richtungen bezeichnet werden.

1. Die Elcmentarbücher von streng wissenschaftlicher Form. Die Verfasser der-selben gehen von dem Gedanken aus, daß man, um einen Gegenstand in seiner Ge-sammtheit zu erfassen, ihn in seinen hauptsächlichsten Verhältnissen und Beziehungenkennen lernen mnß, sie glauben daher, ihn nur dadurch verständlich machen zu können,daß sie in kurzgefaßter Belehrung zunächst seine einfachsten Bestandtheile dem Schülervorführen, an diese die schwierigeren und inhaltreicheren Gestaltungen anreihen, danndie Einwirkung der bis dahin einzeln für sich betrachteten Theile auf einander hervor-heben, und so allmählich auch die verwickeltsten und charakteristischen Erscheinungen er-kennen lassen, in denen sich die eigentümliche Beschaffenheit des Gegenstandes vor allemoffenbart. Da dies im großen und ganzen der Gang ist, den jede streng wissen-schaftliche Darstellung nehmen muß, um Klarheit und Verständnis zu bewirken, so wirdauch durch das streng wissenschaftlich gehaltene Elementarbuch der Schüler angehalten,die Belehrungen in logischer, systematischer Folge aufzunehmen. Es wird hierbei nichtRücksicht darauf genommen, ob etwa für den praktischen Nutzen es förderlicher seinwürde, wenn man irgend einen Abschnitt, dem der systematischen Anordnung gemäß seineStelle später angewiesen werden muß, bereits früher behandeln wollte: die Beachtungdes praktischen Nutzens wird dem Lehrer überlassen, der ihm nachgehen mag, wenn eranders es mit seinem Gewissen vereinigen kann, um eines äußeren Zweckes willen sichdem strengen Gebote der wissenschaftlichen Consequenz zu entziehen. Ebenso wird dieWahl der Mittel, durch welche der Lehrstoff eingeprägt werden kann, der freien Be-stimmung des Lehrers anheimgegeben; seine Sache ist es, sich dieselben entweder durchein neben dem Elementarlehrbuch noch zu benutzendes elementares Uebungsbuch oderdurch Angaben, welche die Schüler von ihm erhalten, selbst zu bereiten. Die meistenElementarbücher dieser Art machen den Eindruck, als seien sie Auszüge aus größeren