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2 (1860) Director - Globus
Entstehung
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Eitelkeit.

Elementarbücher.

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großen Werth auf schöne Kleider und Schmucksachen legt und leidenschaftlich bemüht ist,sich damit in den eigenen oder anderer Leute Augen einen Vorzug zu verschaffen, wasgewöhnlich mit Mangel an gutem Geschmack verbunden und seltsamerweise mit ander-weitiger Unordentlichkeit in äußeren Dingen vereinbar ist. Da die sogenannte gebildeteWelt sich in diesen Angelegenheiten der Dictatur der Pariser Schneider und Putz-macherinnen unterwirft, so ist die Putznärrin regelmäßig auch eine Modenärrin, diemit Aufopferung der Rücksicht auf das Bequeme und das wahrhaft Schöne, ja selbstauf die Gesundheit die monströsesten, auch den wohlgestalteten Körper entstellenden Mo-den mitmacht. In dieser Beziehung hatten Rousseau und die Philanthropen Recht, alssie der unsinnigen Kleidung der Kinder den Krieg erklärten und von ihren Anstaltenaus für Verbreitung einer einfachen, naturgemäßen Tracht wirkten. Aber es gehört einegewisse Selbständigkeit des Urtheils und des Willens dazu, gegen den Strom zuschwimmen; Institute und Verabredungen zwischen den Eltern können die Sache er-leichtern. K. A. Schmid.

Elcmeutarliüchtr. Es liegt in der Natur des Lehrens und des Lernens, daßder Lehrer und der Schüler vom Einfachen zum Zusammengesetzten, vom Leichten zumSchwierigen, von der Grundlage zum Auf- und Ausbau, von dem Anfänglichenzu dem Abgeleiteten und Erweiterten übergehen, jener mit klarem Bewußtsein und be-stimmter Kenntnis des Zieles, zu dem er hinleiten will, dieser mit dem Vertrauen, daßer auf zweckmäßige Weise demselben werde nahe gebracht werden. Wie bei allemmenschlichen Thun die Werkzeuge jedesmal dem Zwecke, welchen man vor Augen hat,angemessen eingerichtet und demnach einer naturgemäßen Abwechselung unterworfen seinmäßen, wenn das Werk gefördert werden soll, so muß auch bei jeder wissenschaftlichenThätigkeit eine Verschiedenheit in Betreff der Mittel stattsinden, damit dieselbe auf deneinzelnen Stufen, die sie zu durchlaufen und zu übersteigen hat, ihrer Bestimmung ge-mäß ausgeführt werden könne. Dem Anfänger darf man nicht Wahrheiten aufdeckenund Anschauungen enthüllen, deren Glanz das ungeübte und noch kraftlose Auge nichtim Stande wäre zu ertragen. Nur wer zunächst geübt worden ist, unter einsichtsvollerLeitung und Obhut behutsam und schrittweise im Reiche der Erkenntnis sich zu bewegen,nur der wird allmählich die erforderlichen Kräfte gewinnen, um selbständig und raschfortzuschreiten und andern zum Führer zu dienen.

Die Anfänge oder Elemente jeglicher Wissenschaft bieten dem Lernenden Hindernissedar, die verhältnismäßig schwieriger zu überwinden sind, als die, welche beim weiterenVordringen sich erheben.*) Daher ist es sehr erklärlich, daß derjenige, welcher einenandern in diese Elemente einznführen und ihn zu befähigen beabsichtigt, nach derenErfassung seinen eigenen Kräften zu vertrauen, sich bestrebt, Mittel und WerkzeugeHerbeizuschasien, welche die ersten Schritte auf der erösineten Bahn erleichtern. In die-sem Bestreben liegt der Grund zur Anfertigung von Elementarbüchern, durch die manzu allen Zeiten, wo es ernstlich mit einem zweck- und planmäßigen Unterricht gemeintwar, dem Lernenden über die ersten und hauptsächlichen Schwierigkeiten hinwegzuhelfenbemüht gewesen ist.

Das Elementarbuch, welches dem Unterricht in fremden Sprachen dienen soll,kann nur ans den unteren Stufen desselben Anwendung finden; ist es demnach leichtanzugeben, wo sein Gebrauch anfangen soll, nämlich auf der untersten Stufe des zuerlernenden Gegenstandes, so ist es schwieriger zu bestimmen, wo er aufzuhören habe.Je nach der Verschiedenheit des Gegenstandes, dem es dienen soll, je nach dem Stand-puncte, welcher diesem in dem Lehrplan einer Schule angewiesen ist, je nach dem Gradeder geistigen Entwickelung, welchen die Schüler erreicht haben, muß das Elementarbuchlängere oder kürzere Zeit beibehalten werden. Diejenigen Sprachen, deren Unterricht beischon mehr gereiften Kräften der Schüler begonnen wird, werden diese bei den Elementen

*) Ueber den Begriff des Elementarischen vgl. den folgenden Artikel. D. Red.