Dänemark.
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noch etwas besser ist als in den Provinzstädten, dürfte sich von selbst verstehen, indemdie Preise in der Hauptstadt im allgemeinen höher sind als dort und bei der Besetzungder Stellen die tüchtigsten Candidaten gewählt werden.
II. Sch ulleh re rs cm in ar e. Zur Ausbildung der Volksschullehrer bestehen 6königliche Seminare, sämmtlich ans dem Lande, nemlich: 1) in Joenstrup auf Själland,2'/- Meilen nordwestlich von Kjöbenhavn, gestiftet am 25. Juni 1730 auf Blaagaard beiKjöbenhavn, das jetzt mit der Vorstadt Nörrebro verwachsen ist, 1809 nach Joenstrupverlegt, mit 51 Zöglingen, die in dem Seminar wohnen; 2) Skaarup auf Fyen, ge-stiftet 1803, zu welchem 1836 neue Gebäude aufgeführt sind, mit 75 Zöglingen;
3) Lyngby unweit Grenaa, Amt Randers in Jylland, gestiftet 1818, mit 31 Zöglingen;
4) Ranuni im Amte Aalborg, aber im Stift Viborg unweit Lögstör, 1848 dorthin verlegtvon Stedsted bei Thisted mit 3l Zöglingen; 5) Jelling bei Veile im Amt Veile, StiftRibe, gestiftet 1841 mit 45 Zöglingen. Mit Ausnahme des Seminars zu Joenstrup,dessen Vorsteher gleich dem Rector an einer Gelehrtenschule besoldet wird, und dessenZöglinge (deren Zahl überall oben für das Jahr 1869 angegeben ist) in dem Seminar-gebäude ihre Wohnungen haben, sind die übrigen auf Pfarrhöfen etablirt und die Zög-linge müßen ihre Wohnung sich in der Umgegend suchen. Der Pastor des Kirchspielsist zugleich Seminarvorsteher und erhält als solcher zu seinen nicht unbedeutenden Ein-künften als Pastor jährlich 400 Rthlr. und nach 5 Jahren 600 Rthlr.; muß er jedoch —was bei allen der Fall ist — zur Besorgung seiner geistlichen Obliegenheiten einenKapellan halten, so erhält er als Beihülfe zur Bestreitung der damit verbundenen Aus-gaben außerdem noch jährlich 400 Rthlr. Jedes Seminar soll außer dem Vorsteher we-nigstens 3 Lehrer haben, deren Einkünfte mit denen der Adjuncten an Gelehrten-schulen gleich sind, wofür jeder wöchentlich 30 Stunden Unterricht ertheilen soll.Wenn er aber nur in 15 Stunden wöchentlich unterrichtet, so erhält er auch nur dieHälfte. Der Status der Seminarien für das Finanzjahr 1870—71, bestehend inbarem Gehalt und Getreidezulage (letztere bezeichnet mit ft), ist folgender:
Rth. Rth. Rth. Rth.
Joenstrup 1 Vorst. 1612ft304, 4 and. Lehrer 3130ft 836, Sum. 5932.1 Gymnastiklehr. 236V-
Skaarup
1 „
1000
- 5 „
„ 3650 ft 970, „
5620.1
„
315V-
Lyngby
1 „
1000
- 4 „
„ 3400-s- 880, „
5280.1
„
236 V 2
Ranum
1 „
800
— 4 „
„ 3501-ft 898, „
5199.1
„
315ft-
Jelling
1 „
1000
- 4 „
„ 2817-ft 763, „
4580.1
„
315'/-
S Vorst.5412->-304, 21 and. Lehr. 16,548ft4347, Sum. 26,611.5 Gymnastiklehr. 1419
Jedes Seminar hat 3 Classen mit einjährigem Kursus für jede Classe. In denbeiden untersten Classen soll der Unterricht vornehmlich darauf berechnet sein, den Zög-lingen solche Kenntnisse und Fertigkeiten beizubringen, welche der allgemeinen Bildungangehören, wogegen der Unterricht, welche ihre künftige Lebensstellung als Schullehrer(und Küster) besonders zum Augenmerk hat, hauptsächlich in der höchsten Classe statt-finden soll. Der Zögling soll zur Aufnahme in die unterste Classe wenigstens 17, in diemittlere 18 und in die höchste 19 Jahre alt sein; doch ist der Seminarvorsteher berech-tigt, eine Altersdispensation von höchstens zwei Jahren zu ertheilen, und wenn er diesabschlägt, so darf an das Cultusministerium appellirt werden. Wenn Platz dazu vor-handen ist, dürfen auch Jünglinge mit den erforderlichen Vorkcnntnissen, die sich nichtzum Lehrerfache ausbilden wollen, in den beiden untersten Classen Aufnahme finden,ja sie können bei erweislicher Armut wohl eine Unterstützung dazu aus dem Schulfonderhalten (s. oben S. 704). Als Vorkenntnisse zur Aufnahme in die unterste Classe sinderforderlich: fertig lesen und ohne bedeutende Fehler schreiben zu können, auch etwasaus der vaterländischen Geographie und Geschichte zu wissen; außerdem muß der Reci-Piend darthun, daß er Anlage zu Gesang und Musik hat; auch muß er wenigstens einJahr bei einer Schule als Gehülfe unterrichtet haben und ein Zeugnis überLust und Befähigung znm Lehrerberuf mitbringen. Die Unterrichtsgegenstände in