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10 (1875) Vocabellernen - Zwingli und Nachtrag
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Württemberg, das höhere Schulwesen.

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e) Gymnasien, Lycccn und Lateinschulen ......

ä) weiterer Aufwand für diese Anstalten*) .....

II. Summe: 216,531 fl.

III. Aufwand für das Realschulwescn ........

III. Summe: 66,135 fl.

IV- Für Gelehrten- und Realschulen und Lehrer gemeinschaftlichu) für das Turnwescn............

b) ältere Gehaltsaufbesserungen .........

e) neueste Gehaltsaufbesserungen ........

ä) persönliche Ergänzungs- und Dienstaltcrszulagen . .e) Beitrag an die Pensionskasse der Latein- und ReallehrcrI) an die Lehrerwittwcnkasse .........

IV. Summe: 164,713 fl.

123,724 fl.9,506 fl.

66,135 fl.

24,000 fl.50,592 fl.59,870 fl.9,251 fl.**)20,500 fl.500 fl.

Hauptsumme: 449,804 fl.

Wir bemerken dazu, daß zu den vom Staate gereichten Gehaltsaufbesserungen nochfür einen Theil der Lehrstellen Aufbesserungen von den Gemeinden in einem Gesammt-betrag von 24,600 fl. hinzukommen, so daß die Aufbesserung der pensionsberechtigtcnStellen sich ittt Durchschnitt auf 19,45 V» belauft. Außerdem ist einer Reihe von nichtpensionsberechtigtcn Dienern, welche sich übrigens auf das ganze Cultdepartcmcnt vcr-theilen, eine Aufbesserung von durchschnittlich 14,53 °/° ausgesetzt (vgl. Protok. d. Ver-handl. d. Abgeord. Beilagen-Bd. II. 2. S. 856 ff. u. II. 1. S. 458 ff. u. ProtokollVd. IV. S. 2000 ff.). Das Vermögen der Pensionskasse der lateinischen und Neal-lehrer beträgt 75,249 fl., das Vermögen der Lehrerwittwenkasse 210,148 fl. (s. a. a. O.

Beil. II. 2. S. 723).

Bei Betrachtung obiger Summen muß zunächst auffallen, daß der Staat vielweniger auf das Realschulwesen verwendet, als auf die Gelchrtenschulen. Hiebei istvorerst zu bemerken, daß ein Theil der für die polytechnische Schule verwendeten Summe,nemlich derjenige Theil, welcher die mathematische Abtheilung derselben betrifft, Schülervon 1718 Jahren, also correspondirend den 2 oberen Gymnasialcursen, doch wohl mitFug zu der für das Realschulwesen verwendeten Summe genommen werden dürfte. Soschwer es ist, diese Summe genau auszuscheiden, so wird mau sie doch immerhin auf20,000 fl. anschlagen dürfen. Sodann ist daran zu erinnern, daß die evangelischen undkatholischen Vorbildungsanstalten der Geistlichen an der für Gelehrtenschulen ausgesetztenSumme mit nicht weniger als 83,301 fl. participircn. Diese Anstalten aber unterhältder Staat als Rechtsnachfolger der Kirche. Das Hauptmoment aber, das jene Ungleich-heit erklärt, liegt darin, daß die Realanstalten sämmtlich neue Schöpfungen sind, währenddie humanistischen Anstalten zum größten Theil ihren Bestand nach Jahrhunderten zählenund der Aufwand für dieselben eine herkömmliche historische Berechtigung hat, währenddie Kosten für die Realanstalten erst neu aufzubringeu waren. Die Realschulen entstehenseit etwa 3 Jahrzehnten, nach und nach vermehren sie sich in stärkeren Progressionenals die humanistischen Anstalten und damit wachsen auch die Kosten für dieselben instärkerem Maße als die für die Lateinschulen. Diese Verhältnisse werden sich daher imLaufe der Zeit ausgleichen. Es gicbt eine Anzahl von Lateinschulen, die schon seit Jahrenihre Existenz mit Mühe fristen. Die statistische Zusammenstellung von diesem Jahr ent-hält 8 Schulen von 29 Schülern. Neben denselben blühen zum Theil die Realschulenfröhlich empor. Wenn die Zahl der Realschulstellcu und Elasten zu der Schulbcvölkerungnicht in dem günstigen Verhältnis steht, wie in den Gelchrtenschulen, so liegt der Grund

*) Darunter sind begriffen Zuschüsse für provisorische Einrichtungen, für einzelne Lehrfächer,sin Lehrmittel, Bibliothek re.

**> Vgl. über diese Positionen a. a. O. Verhandlungen rc. II. S. 597 und Beil.-Bd. II.S. 894, verglichen mit S. 856.