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10 (1875) Vocabellernen - Zwingli und Nachtrag
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Württemberg, das höhere Schulwesen.

den mittleren und unteren Abthcilungen der Gymnasien und Lyceen 81 Stellen mit 80Classcn, an den niederen Lateinschulen 132 Stellen und ebcnsoviele Classcn, überall dieprovisorischen mit eingeschlosscn. Die niederen Lateinschulen sind verschieden organisirt35 bestehen aus 1 Nasse, 32 ans 2, 9 aus 3, 1 aus 6 Nassen (Pädagogium inEßlingen). Auf eine Classe einer Gclehrtenschule fallen bei 6099 Schülern und 25iClassen durchschnittlich 24, auf einen Lehrer 21, auf einen Lehrer und eine Classe einerElementarschule 47 Schüler.

Zu gleicher Zeit belief sich die Zahl der öffentlichen Realschulen in Württembergauf 85 (die provisorisch eingerichteten mitgcrechnet), unter welchen 12 mit Oberrealclafsenversehene Anstalten in Biberach, Calw, Eßlingen, Hall, Heilbronn, Ludwigsburg, Nür-tingen, Reutlingen, Rottweil, Stuttgart, Tübingen, Ulm. Diese zahlten im ganzen189 Schülerclasfen (darunter 18 provisorische) mit 204 Hauptlehrstellcn, ncmlich 28 anoberen und 176 an niederen Realclassen. Diese Realschulen sind ebenfalls verschiedenorganisirt, 58 bestehen aus 1, 10 aus 2, 5 aus 3, 2 aus 4, 4 aus 5, 1 aus 6, 1 aus7, 3 aus 8, 1 (Stuttgart) aus 32 Classcn. Auf eine Classe einer Realschule kommenbei 6186 Realschülern und 189 Schülerclasfen 32, auf einen Lehrer bei 204 Stellen30 Schüler. Da nun die Zahl der Realschüler größer ist als die Zahl der Gelehrten-schüler, die Zahl der Classen und Lehrer aber kleiner, so ist in dieser Beziehung dieArbeit der Reallehrer eine größere als die der Lehrer an den Gelehrtenschulen. Diesist noch augenfälliger, wenn wir die oberen Classen und deren Lehrer auf beiden Ge-bieten mit einander vergleichen. Die oberen Abtheilungen an den Gelehrtcnschulen um-fassen 39 Classcn mit 72 Lehrern und 920 Schülern so kommen auf eine Classe 23,auf einen Lehrer 12 Schüler. Die Oberrealschulen schließen 18 Nassen und 28 Lehrermit 523 Schülern in sich, somit entfallen auf eine Classe 29, auf einen Lehrer 18Schüler. Die große Zahl von Lehrern gegenüber den Schülern an Oberclassen derGelehrtenschulen ist vorzugsweise aus Rechnung der 4 Seminarien zu setzen, an welchen12 Lehrer für einen 4jährigen Curs angcstcllt sind, während die Landesgymnasien fürdenselben Zweck mit 56 Lehrern ausrcichen.

Die besuchtesten Lehranstalten dieser Kategorie sind auf den 1. Jan. 1872 unterden Gelehrtenschulen das Gymnasium in Stuttgart mit 532 Schülern, 16 Classen und22 Hauptlehrern, unter den Realschulen die Nealanstalt in Stuttgart mit 1166 Schülern,34 Classen und 41 Hauptlehrern, ferner das Realgymnasium in Stuttgart mit 62SSchülern, 29 Hauptlehrern und 20 Classen. (Die letzteren das Realgymnasium be-treffenden Notizen sind nach dem Stand am Schluffe des Schuljahrs, da das Real-gymnasium erst im Frühjahr 1872 zu einer selbständigen Anstalt erhoben wurde, demProgramm von 1872 entnommen.)

Den Gesammtaufwand, den die Staatskasse jährlich auf diese Bildungsanstaltenmacht, ersehen wir aus dem neuesten Finanzetat pro 187173, wie er in den Proto-kollen der Kammer der Abgeordneten und deren Beilagen enthalten ist. Derselbe belauftsich im ganzen auf jährliche 449,804 fl. (vgl. Verhandlg. d. Abgeordneten v. 1870 72.2. Beil.-Band I. S. 442 ff.), welche sich folgendermaßen vertheilen:

Aufwand der Universität für das Seminar der class. Philologie

700

fl-

für das Seminar der modernen Philologie .......

825

fl-

für das mathematisch-physikalische ..........

450

fl-

Stipendien .................

450

fl-

I. Summe: 2,425 fl.

Aufwand für das humanistische Schulwesen

n) niedere Seminarien und Landexamcn ........

55,629

fl.')

1,) niedere Convicte ....... ........

27,672

fl-

*) Es ist unter den beiden Etatsjahren 187173 das letzte in Betracht gezogen; die Kreuzersind weggelassen.