Wagner.
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Tic „Urbcgriffe" ordnete er so:
Wesen
Endlichkeit
Quantität Qualität
Realität
Gegensatz Vermittlung
absolut absolut
quantitativ qualitativ quantitativ qualitativ
relativ relativ
FormThesis
Analysis Synthesis
Antithcsis
Im Jahr 1818 fand er, „daß die Tetraden mehrförmig sind" (a. a. O. S. 282),und giebt folgende Beispiele:
I. Setzende
u) absolut setzendeUr
Intelligenz SubstanzAll
b) fortschreitendeLaut Mineral
Wort Satz Pflanze Thier-
Rede Mensch
II. Entgegensetzendeu) (in 1 und 0)Er
Brama WischnuSchiwa
d) (in 2 und 3)1
-N _
0
Für jede Untersuchung boten ihm seine viergliedrigen Schemen eine Topik dar, fürMetaphysik wie für Poesie, für Pädagogik wie für Technologie. Selbst homiletisch hater sie verwendet, was für uns doch auch interessant ist; indessen ist das Resultat hierwenigstens kein außerordentliches. Hören wir ihn selber. „Neulich," schreibt er an einenFreund (a. a. O. S. 278), „wo ich bei einem Adelichen in der Nähe von hier einigeTage mich aufhielt, machte ich einen Versuch zu predigen, der sehr gut gelang. Ich setzte mirdie Aufgabe, die höchsten Ideen mit der höchsten Popularität auszusprcchen, und wählte dazuden Text Matth. V. 8. Ich zeigte die Reinheit des Herzens in
Gesinnung
Menschenverkehr Besitz irdischer GüterLeib,
und lehrte Gott schauen in
Seele
Schicksal Natur-Leib,
in der Seele nemlich als dem reinen Spiegel der Gottheit, im Leib als ihrem Tempel,im Schicksal als Vorsehung, in der Natur als Schöpfer. So siehst du, daß meineTetraden auch zum Predigen taugen. Ich schrieb nichts auf, als diese, und sprach mitKlarheit, Kraft und Wärme." Von seinen Freunden ließ er sich gerne bewundern, wieman sieht. *)
*) Haffmann findet, daß Wagner sich in der Aufstellung solcher Tetraden nicht wenig er-finderisch erwiesen habe; aber er fragt wohl mit Recht: „Was ist eigentlich mit diesem formellenSchema, mit dieser Wünschelruthe, wie Fortlage es nennt, gewonnen worden für die wirklicheErkenntnis der Dinge? andere haben mit nicht geringerer Erfindungskraft das Universum in dasSchema von Triaden cinzuspannen versucht, ohne mehr damit gewonnen zu haben, als daß sieeiner Gewaltsamkeit eine andere an die Seite gestellt haben" (Philvs. Schriften, 3. Bd. S. 231).
PLdag. EncyklopSdir. X. 14