Druckschrift 
10 (1875) Vocabellernen - Zwingli und Nachtrag
Entstehung
Seite
150
Einzelbild herunterladen
 

150

Volksschullehrerseminar.

Reihen und den Logarithmen, wenn es erreichbar ist. Anleitung für die Fortbildung. Zielist: klare Einsicht in das Verfahren und Sicherheit in der selbständigen Lösung derAufgaben, d. Raumlehre. In 1. Die Lehre von den Linien und Winkeln, von demDreiecke, dem Parallelogramm und vom Kreise. Constructions-Aufgaben: In 2. DieLehre von der Gleichheit und von der Achnlichkeit der Figuren und Berechnung derselben.Körperberechnung. In 1 werden die Wiederholungen des Stoffes der Raumlehre unddie methodischen Winke für die Behandlung derselben in der Rcchcnstunde gegeben. —Auf allen drei Stufen werden die Zöglinge im Zeichnen der geometrischen Figuren ander Wandtafel geübt.

Geschichte. Dresden. In 4. die semitischen Völker Westasicns; die arischenVölker Asiens. Egypter. Karthager. Griechen. Macedonier. Alte Bewohner Italiens.Die Römer; in 3. Rom unter den Kaisern. Völkerwanderung. Mittelalter bis zumUntergange der Hohenstaufen; in 2. die Entwicklung der europäischen Staaten von 1492bis 1648; in 1. sächsische Geschichte. Nossen hatin 4. alte Geschichte, in 3. Mittelalter;in 2. und 1. wechselt planmäßig Kirchengeschichte mit sächsischer Geschichte; die Classmsind combinirt. In Bremen hat die 3. Elaste das Alterthum, die 2. das Mittelalter,die 1. die neuere und die neueste Zeit, sowie eine Uebersicht der Geschichte Bremens.„Die Geschichte wird vom Lehrer frei vorgetragcn; Begebenheiten und Personen werden„aber im Zwiegespräch einer gerechten, unparteiischen Beurtheilung unterworfen, um dasUrtheil der Seminaristen dafür zu schärfen" (a. a. O. S. 36.) Hamburg weist derUnterklasse die alte und die mittlere Geschichte, der 2. diejenige der neueren Zeit bis1815, der oberen die der neuesten Zeit und die Wiederholung zu. Küsnacht hat in4. die vorchristliche Zeit, in 3. die Zeit von Augustus bis zur Reformation, in 2. dieneuere Geschichte bis zu Napoleon und daneben den ersten Theil der Geschichte derSchweiz, in 1. deren Fortsetzung und die Geschichte der neuesten Zeit. Für Würt-temberg wird auf die chronologische Vollständigkeit des Details ebenso wie auf diesynchronistische Behandlung sämmtlicher Völker von vorn herein verzichtet. Nachvorgängiger Mittheilung des Wichtigsten aus der alten Geschichte, besonders insoweites zum Verständnis der biblischen Geschichte nöthig ist, tritt die deutsche Geschichte inden Mittelpunct. In dieselbe wird die württembergische Geschichte in ihren Hauptmo-menten eingeflochten; ebenso wird von den übrigen Völkern, welche mit den Deutschen inBerührung getreten sind, das Charakteristische und Wesentliche ihrer Geschichte anpassender Stelle beigefügt. Endlich sind die in der Zeittafel des Lesebuchs verzeichntenPersonen und Begebenheiten, soweit es zu ihrem Verständnis nöthig ist, kurz zu erläu-tern. Usingen hat in 3. Erzählungen ans der vorchristlichen Welt, in 2. Anfängedes Kirchengeschichtlichen, Mittelalter; in 1. Reformation in und außer Deutschland,Schilderungen aus dem 30jährigen Kriege; brandenburgisch-preußische Geschichte vonKurfürst Friedrich I. bis zum Tode Friedrichs des Großen, die Freiheitskriege. Pr.Friedland in 3. keine Geschichte, in 2. Kirchen- und deutsche Geschichte bis zumSchluß des 30jährigen Krieges, in 1. Erzählungen aus der preußischen Geschichte undaus der Geschichte der evangelischen Kirche seit der Reformation- St. Anna in Wien.In 4. alte Welt, vorzüglich das israelitische Volk, „weil in dessen Geschichte dasChristcnthum wurzelt," in 3. mittlere und neuere Zeit nebst Lesen von Literaturproben,in 2. die österreichisch-ungarische Monarchie, in 1. Wiederholung. Näheres über dieVerfassung. Grundsatz für die Methode: „Wissen ist noch nicht Bildung; amwenigsten das vereinzelte Gedächtniswissen." Bromberg hat für 2.das folgende Pensum: die Kulturvölker der alten Welt, deren die heilige Schrift erwähnt(Aegypter, Babylonier, Assyrier, Meder, Perser, Phönizier), die Griechen (Argonauten-zug, der trojanische Krieg, Lykurg, Solon, die Perserkriege, Leonidas, Themistokles,Perikles, Alcibiades, Sokrates, Philipp, Alexander), die Römer, (Romulus undRemus, die Könige, Brutus, Horatius, Cocles, Mucius Scävola, Brennus undCamillus, Pyrrhus uud Fabricius, Hannibal und Scipio, Cato, Marius und Sulla,