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10 (1875) Vocabellernen - Zwingli und Nachtrag
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Volksschullehrerscminar.

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deutschen Literaturgeschichte von Luther an, vorzugsweise die unserer Klassiker, genommen.Die Auswahl, die nur nach Form und Inhalt Mustergültiges berücksichtiget, wird sogetroffen, daß die eben bezeichncten Dichtungsartcn vertreten sind, deren Eigentümlichkeitdaun an diesen Beispielen veranschaulicht wird. Eine Anzahl der erklärten Gedichte wirdmemorirt. Die Stoffe werden dem in der Anstalt gebrauchten Lesebuch entnommen.Endlich werden die Stoffe des Volksschullcsebuches der Provinz unterrichtlich durchgcar-beitet und Anleitung für die Fortbildung gegeben. Neben dem Lescbuche der Uebungsschule,zu dessen zweckmäßigem Gebrauche im Unterrichte die Seminaristen Anweisung erhalten,liegt dem deutschen Unterrichte im Seminar noch ein besonderes Lesebuch zu Grunde.

Mathematik (Rechnen und Raumlehre.) Nossen. (Sachsen.) a. In 4. Theorieder vier Species mit reinen und mit ungleichbenannten Zahlen, mit gemeinen und mitDecimalbrüchen; die Thcilbarkeit der Zahlen; in 3. Verhältnis-, Proportionsrechnung,einfache und zusammengesetzte Regeldetri; Ketten-, Procent-, Zins-, Rabatt-, Tara-,Terminrechnung. Daneben Buchstabenrechnung (vier Species in ganzen und gebrochenenZahlen). In 2. Gesellschafts-, Mischungsrcchnnng; Erweiterung der Proportions-rechnung; Potenziren; Radiciren; Allgemeines über Gleichungen; Gleichungen erstenGrades mit einer unbekannten. In 1. Münz- und Wcrthpapierrechnung. Rechnen mitLogarithmen. Gleichungen ersten Grades mit 2 und 3 unbekannten. Arithmetischeund geometrische Progressionen. 1. In 4. Lehrsätze über die Winkel, das Dreieck, dieParallelogramme, den Kreis; in 3. Gleichheit der Figuren, Verwandlung, Theilung,Ausmessung geradliniger Figuren; in 2. Aehnlichkeit der Figuren; Berechnung desKreisumfanges, Kreisinhaltes, Kreisringes, Kreisbogens, KreiSsectors, Kreissegments;in 1. ebene Trigonometrie. Stereometrie. — In Bezug auf das Ziel stimmt hier-mit der Lehrplan von Dresden überein; nur wird Trigonometrie schon in 2. begonnen.Gotha läßt die Logarithmen weg, führt aber in der Geometrie bis zur analytischenGeometrie, zur Gleichung der Geraden, des Kreises und der Kegelschnitte. Dabei wirdder Unterricht auf den beiden untern Stufen absolvirt. Oesterreich hat die Gleichungendes 2. Grades mit einer unbekannten, arithmetische und geometrische Progressionen undZinseszinsrechnnng in 2., in 1. die Grnndzüge der einfachen, kaufmännischen und ge-werblichen Buchführung und Methodik; ferner bereits in 3. Elemente der Trigonometrie,Vermessungen, Aufnahme und Unfertigen von Situationspläncn, in 2. Stereometrie,in 1. Methodik. Auch Karlsruhe hat in t. Gleichungen 2. Grades und Logarithmen,aber keine Trigonometrie. Württemberg verlangt so viel von der Buchstabenrechnung,als zur Proportionen-, Potenzen- und Wurzellehre nöthig ist; „das Radiciren ist übrigensauf das Ausziehen der Quadratwurzel zu beschränken." Die Geometrie, bezw. Stereo-metrie hat sich auf die Hauptsätze über geradlinige Figuren und den Kreis, sowie dieElemente der Flächen- und Korpcrberechnung zu beschränken. Pr. Fricdlaud legt denNachdruck auf die Veranschaulichung der Methode und auf Sicherheit im Rechnen;Buchstabenrechnung kommt nicht vor; Dccimalbrüche und Radicirung des 2. Gradesbezeichnen das Ziel. Für die Raumlehre ist das Pensum Betrachtung, Messung undBerechnung von Linien, Flächen und Winkeln nach Stubbas Geometrie. PreußischerLehrplan, a. Rechnen. In 3. Die Bildung der Zahl und ihre Darstellung.Die vier SpecieS in nnbcnannten Zahlen. (Die Lehre von den Dccimalen.) Die ge-meinen Brüche. Regeldctri-Aufgaben. Zusammengesetzte Regeldetri. Die Rechnungen desbürgerlichen Lebens (Zinsrechnung, Terminrcchnung, Rabatt-, Gesellschafts-, Mischungs-rechnung). Die Quadrat- und Kubikwurzeln. In 2. Die Lehre von den Proportionenund die von den positiven und negativen Größen. Gleichungen des ersten Grades.Potenzen und Wurzeln. Methodisches in Musterlcctionen und Lehrproben, deren Auf-gaben dem Pensum der Volksschule entnommen sind, veranschaulicht. Es wird hierbeiGelegenheit genommen, die Seminaristen mit dem Gebrauche und der Handhabung dergebräuchlichsten Rechenmaschinen bekannt zu machen. In 1. Sicherheit in der Methode.Neu eingcführt werden die Gleichungen des zweiten Grades und die Lehre von den