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10 (1875) Vocabellernen - Zwingli und Nachtrag
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Volksschullehrerseminar.

der bewegtesten Zeiten, der interessantesten und folgenreichsten Verbesserungen auf dem Gebieteder Volksschule. Zur Ergänzung und Veranschaulichung dieser Bilder dient die Einführung indie Hauptwerke der pädagogischen Literatur, vorzugsweise aus der Zeit nach der Reformation.Die Lectüre wird so gewählt, daß sich die Besprechung irgend einer pädagogischen Fragean sie knüpft; sie wird so behandelt, daß die Seminaristen den Inhalt eines längerenSchriftstücks selbstständig und verständig auffassen lernen. In 2. Allgemeine Erziehungs-und Unterrichtslehre, (der Unterricht, die Unterrichtsform, die Erziehung durch den Unter-richt) unter Hinzunahme des Nothwendigen aus der Logik und Psychologie. In 1. Diespezielle Unterrichtslehre (Methodik). Das Schulamt. Die Schulverwaltung. Dererweiterte Amtskreis und die Fortbildung des Lehrers. Die Seminaristen werden mitden in dem Bezirk, für den sie zunächst vorbereitet werden, geltenden allgemeinen Be-stimmungen über den Volksschulunterricht bekannt gemacht. Die dritte Stunde, welcheder Ordinarius der Uebungsschule crtheilt, hat die Warnehmungen zum Gegenstände,welche von ihm selbst in Bezug auf die Arbeit der Seminaristen in der Schule gemachtund welche ihm von den Fachlehrern mitgetheilt worden sind. Der gestimmte schulkund-liche Unterricht wird durch geordnete Privatlectüre unterstützt und ergänzt.

Deutsche Sprache. Dresden. In 4. Behandlung der Etymologie, soweit nöthigunter Bezugnahme auf die Grammatik des Mittelhochdeutschen, nach Wetzels Leitfaden.Gelesen, sowie nach Inhalt und Form erklärt wurde n. von Schiller: Gang nach demEisenhammer. Die Kraniche des Jbykus. Das eleusische Fest. Lied von der Glocke.Wilhelm von Oranien und Graf Egmont. Eroberung Magdeburgs. Herzog von Albabei einem Frühstück, t>. von Göthe. Wertherische Briefe 1 und 2. Chamounithal.Gesang der Geister. Der Sänger. Mignon. Reineke Fuchs. Hermann und Dorothea.Lüben Thl. VI. Freie Vorträge über völkerkundliche und naturkundliche Stoffe.Stil: Beschreibungen, geschichtliche Darstellungen, Charakteristiken; Bearbeitung poetischerStoffe. In 3. Behandlung der Satzlehre nach Wetzcl's Leitfaden; Literatur: Nibe-lungenlied, Gudrun, Parzival. Von Schiller: Das Lied von der Glocke, Spaziergang. VonGöthe: Italienische Rciscbriefe; Werthers Leiden (2 Briefe). Biographie von Schillerund Göthe. Declamationen. Freie Vorträge. Aufsätze. In 2. die Lehre von denLauten, ihrer Veränderung und orthographischen Darstellung; die Lehre von den Silbenund im Anschluß daran die Metrik; die Flexionslehre, durchweg Bezug auf die sprach-geschichtliche Entwicklung. Literatur: Götz von Berlichingen und Hermann und Dorothea;dazu Göthes Lebensbeschreibung. Geschichte der deutschen Literatur. Das Wichtigsteaus der Poetik, Declamationen und freie Vorträge; die Themen dazu aus der Literatur-geschichte; Stil: Die Lehre von der Meditation und Disposition. Aussätze: meist ausdem literaturgeschichtlichen Unterrichte genommen. In 1. n. Die Wortbildungslehre.Die Syntax. Geschichte der deutschen Grammatik und des deutschen Sprachunterrichtes.1>. Lectüre von Göthes Iphigenie und Lessings Nathan. Fortsetzung der Literaturgeschichteund der Poetik, o. Lehre von den Figuren und Tropen; Methodik des stilistischenUnterrichtes. Aufsatz: Im Kriege selber ist das Letzte nicht der Krieg. Schuld undSühnung des Orestes nach Göthe. Wie erzieht die Volksschule zur Vaterlandsliebe?Ringe, Deutscher, nach römischer Kraft, nach griechischer Schönheit. Beides gelang dir;doch nie glückte der gallische Sprung. Ein unnütz Leben ist ein früher Tod. — FreieVorträge. In einem interessanten Gegensätze hierzu stehen die Aufsatzthemen in Gotha.Auf der Unterstufe finden wir: Bericht an eine Behörde; auf der Mittelstufe derNutzen des Obstbaus; die Vor- und Nachtheile des Stadtlebens in Bezug auf dieErziehung der Kinder. Beschreibung der zum Volksschulturncn nöthigcn Gerüche; ausder Oberstufe: was kann die Schule für die Gesundheit der Kinder thun? (In Gothavertheilt sich die Correctur der Aufsätze auf vier Lehrer.) Auch Bremen hat, obgleiches in Bezug auf das Quantum des Sprachstoffes Dresden fast übcrbictet, doch eineetwas andere Auswahl (vgl. den Lehrplan S. 17—21) und eine entschiedene Richtungaus das Praktische. „Auf fließendes Sprechen wird ebensoviel Gewicht gelegt als aus