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Scat — Scourus.
äs 8., äsciiöos s, 8». oliisvns, Rouen 1668. Vgl.Cousin d'Avallon, 8earrouiana, 1801 und 1855.3) Fran^oise, s. Maintenou. Volchert.
Scat, unstreitig das interessanteste u. unterhal-tendste aller Spiele mit der deutschen Karte,wurdezu Anfang der 20er Jahre dieses Jahrh. in Alten-burg erfunden u. hat sich jetzt (beliebt selbst in denhöheren Kreisen) über ganz Mittel- n. NDeutschlandverbreitet. Es wird unter 3 Personen gespielt; dochkann sich ein Vierter, Fünfter u. Sechster daran be-theiligen, in welchem Falle die übrigen einstweilenKönig sitzen, aber bei dem oben im Gange befind-lichen Spiele insofern interessirt sind, als sie das ge-wonnene Spiel mit bezahlen müssen, das verloreneaber mit bezahlt bekommen. Von den 3 Spielernerhält jeder 10 Karten, die in Würfen zu 3 u. 4 u.3 linksherum gegeben werden. Nach dem erstenWurfe werden 2 Blätter bei Seite gelegt, welche denS. bilden. Der Gewinn des Spiels hängt von denAngen ab, die der Spieler in seinen Stichen zählt,wobei die einzelnen Karten, u. zwar das Dans zu11, die Zehne mit 10, der König mit 4, der Obermit 3 u. der Unter mit 2 Augen in Ansatz gebracht,die 0, 8 n. 7 aber unbeachtet gelassen werden. Werüber 60 Augen in seinen Stichen zählt, hat das Spielgewonnen. Wenn 4 oder noch mehrere am Spieletheilnehmen, bekommt der Kartengeber keine Kartemit, er hat den S. vor sich zu legen u. im Auge zubehalten. Die 4 Unter sind im S-spiel ständigeTrümpfe, führen den Namen Wenzel u. behaltenihre Trumpfeigeuschast in allen vorkominendenSpielen. Der höchste Wenzel ist der Eichel-Unter,ihm folgt im Range der Grün-, dann der Roth- n.zuletzt der Schellen-Unter. In dieser Ordnung ran-giren auch die 4 Farben, so daß Eicheln die höchste,Schellen die niedrigste Farbe ist. Die 4 Wenzel ver-treten zugleich die Stelle der 4 höchsten Matadore,denen sich dann im Trumpf das Daus, die Zehne,der König, Ober, die Neune, Achte und Sieben alsweitere Matadore der Reihe nach anschließen. Zweispielen im S. immer zusammen gegen den Dritten,der durch sein Höchstgebot das Spiel an sich gebrachthat. Die Spiele, welche Vorkommen, sind entwederFragen, bei denen der Spieler den S. seiner Karteeinvcrleibt, od. Solos, bei denen der S.nngesehenliegen bleiben muß. Die eingenommenen S-blätterkönnen, wenn der Fragesteller sie nicht brauchen kann,wieder gelegt werden; im anderen Falle legt derFragesteller 2 andere, ihm unbequeme Blätter ab.Bei Frage sowol als bei Solo zählen die im S. lie-genden Bilder für den Spieler mit u. ergänzen zu-gleich od. unterbrechen die Reihenfolge der Matadore,Wie in allen Spielen hat die Vorhand sich zuerst zuerklären, ob sie ein Spiel zu machen beabsichtigt,was mit denWorten: Ich frage od. Ich paffe geschieht.Hat die Vorhand gefragt u. die Hinterhand hat viel-leicht ein Solo, die Vorhand aber auch, so wird, wennSolo von beidenScilen erklärt worden ist, nicht mehrnach der Farbe, sondern nach dem Preise überboten;dem Sieger aber steht es frei, ein imPreise höher ste-hendes Spiel, als geboten wurde, zu spielen. Um be-rechnen zu können, wie hoch ein Spiel im Preisesteht, hat man Folgendes zu merken: 1) Jeder Ma-tador, in der Frage sowol, als im Solo, wird mitdem Preise des Spieles bezahlt. 2) Die Matadorewerden von oben herein berechnet u. vor- u. rück-
wärts bezahlt, so daß der Spieler, welcher ein Spielmit nur dem 'Schellen-Wenzel als höchsten Trumpfspielt, dasselbe mit dem Preise bezahlt bekommt od.zu bezahlen hat, in welchem dasselbe Spiel mit den3 höchsten Matadoren steht. 3) Die einfache Fragein Schellen wird mit 1 Pfennig, in Roth mit 2, inGrün mit 3 u. in Eicheln mit 4 Pfennigen bezahlt;das einfache Solo dagegen in Schellen mit 5, inRoth mit 6, in Grün mit 7 u. in Eicheln mit 8 Pfen-nigen. Ein Solo in Eicheln mit od. ohne 3 Mata-dore kostetdaher 32 Pfennige. Das S-spiel beschränktesich anfangs ans die 4 Fragen u. 4 Solospiele. ZurAbwechslung hat man aber im Verlaufe der Zeitnoch hinzugethan: 4) das Tournee, welches über derEichelfrage n. vor dem Solo steht u. nur durch Soloüberboten werden kann. Der Ansager des Tourneeschlägt ein Blatt des S. um, dessen Farbe Trumpfist u. hat dann in dieser Farbe, nachdem er den S.an sich genommen u. 2 Fehlblättcr weggelcgt hat,zu spielen. Das Spiel wird wie Solo bezahlt. Istdas umgeschlagene S-blatt ein Wenzel, so hat sichder Spieler, ehe er das andere S-blatt ansehen darf,zu erklären, ob er in der Farbe des Wenzels oderGrand spielen will. 5) Null und Null onvorto,jenes 16, dies 32 Pfennige im Werth; endlich 6)Grand, im Werthe von 12 Pfennigen (mit einemMatador also 24 Pfennige). Macht der Spieler alleStiche (sogen. Schwarz), so kommt es darauf an,ob er dieses vorher ansagte oder nicht. Im erstenFalle erhält er das Spiel 8fach und die Matadoredoppelt; im letzteren das Spiel 4fach u. die Mata-dore einfach bezahlt. Schneider ist vorhanden,wenn der Spieler od. seine Gegner unter 31 Augenin den Stichen zählen. Das Spiel ist in solchemFalle doppelt von dem Verlierenden zu bezahlen.Die vielen Nüanxen, welche im S-spiel Vorkommen,lernt man füglich nur in der Praxis kennen. Dochwill man auf diesem Wege nicht zu viel Lehrgeld geben,thut man gut, vor dem Eintritt in die Praxis sichüber den Geist des Spiels in einer der mehrerenSchriften, welche das S-spiel behandeln, Raths znholen. In dieser Hinsicht ist zu empfehlen: Der feineS-spieler, von Fr. Koch, 2. A. Weim. 1875, beiB. Fr. Voigt. Melius.
Seattery-Jnseln, s..u. Kilrush.
Sca»rus,MarcusÄmilins, geb.163v.Chr.,gehörte einer verarmten alten Familie an u. begannseine Laufbahn mit Handelsgeschäften. Dann warer ein wuchernder Advocat geworden u. hatte seineRechtskenntnisse (man kann ihn den größten Juristenseiner Zeit nennen) zur Erschleichung von Erbschaf-ten durch allerlei seine Kniffe benutzt. Er war einMann von großen Talenten, von vieler Festigkeit u.ungemeiner Gewandtheit, dabei aber war er durchHabsucht, durch Streben nach Ehre u. Macht, durchStolz u. Rachsucht gegen jedes moralische Gefühl ab-gestnmpst. (Seine Schilderung bei Sallust llnAurtb.o. 15, Cicero lobt ihn überall aus Parteirücksichten).S. diente im Nnmantin. Kriege (143—133 v. Chr.)u. dann ans Sardinien. Nachdem er 123 curulischerÄdil u. im 1.120 Prätor gewesen war, bewarb ersich um das Consulat 117 v. Chr., erlangte es jedocherst 115 durch Bestechung, machte dasselbe aber durchmanche Gesetze, sowie seinen Triumph über die Li-gurer berühmt. Er wurde dann krinosps ssrmtrmu. ging 112 als Haupt einer Gesandtschaft zu dem