Ueber die orthographischen Neuerungen, q i -
.n den neuern Zeiten außer Sachsen entstandenund wieder vergangen sind; denn in dem südlichenSachsen selbst wirkte die Einheit immer zu stark,als daß sie hier so gröblich verletzet werden konnte.Der erste, welcher so etwas unternahm, ist, soviel ich mich noch erinnere, S. V. Popo-nmsci), von Geburt ein Krainischer Wende, westchcr, so wohl in seinen AnfaiiFSgründen derremscheu Sprachkunst, Wien, r?;4, alsauch in einigen andern Schriften, die Orthogra-phie ummodeln wollte, und zu dem Ende neueBuchstaben aus dem Griechischen, Hebräischen undSlavonischen in Vorschlag brachte. Diese Grilleabgerechnet, haben seine Schriften manches Guteund Brauchbare, besonders in Ansehung der Ety-mologie und der Oesterreichischen Mundarten.Weit zahlreicher und dreister wurden die orthogra-phischen Neuerungen von 1770 an, da die ge-wöhnliche Orthographie ganz verdränget, unddurch neue auf willkürliche Gründe gebauete Sy-steme ersetzet werden sollte. Das meiste Geräuschmachten zwey übrigens gelehrte Schwaben, dieHerren Fulda und ^ast, ein Pfälzer, Hr.Hemmer, Hr. Rlopstock, dessen bloß auf dieAussprache ohne alle Einschränkung und übrigeBeyhülfe gegründete Orthographie des Dichters