a. Kapitel. Von den Unterscheidungszeichen. zor
Aber sehr unschicklich und nicht selten possier-lich wird es, wenn entweder der Affect nicht vonder Act ist, daß er sich durch Abgebrochenheik undstarke Pausen äußern darf, oder wenn der Schrift-steller einen Affect ausdrucken will, welchen erselbst nicht hatte, und sich daher mit Gedanken-strichen zu helfen sucht: Ja so starbst du, from-mer Dulder! rrcu geblieben deiner Muc-ker — Natur ... aber zu früh , -7- wiehinwclkr die junge Rose, unembalsamr ih-res Reichs, am jungen Frühlingstage. —Ruhe dann sanft Edler! — Bewemr, be-traurc — von deinen noch hier wallendenFreunden— und den vielen edcln, dir nachempfindenden — dich auch wohl oft anEmpfänglichkeit übertrestenden Seelen —beklagt u. s. f. Denn die Fieberhitze ist nochnicht zu Ende.
7. Eine vorzügliche Wichtigkeit, einen großenNachdruck des folgenden, um dem Leser dadurcherncn Wink zu geben, dasselbe mit mehr als ge-wöhnlicher Aufmerksamkeit zu überdenken: Ver-fluche mich in deinem Herzen, aber — ver-fluche auch dich; in Lessings Miß Sara Samp-son. Nur ein sehr großer und wichtiger Nachdruckkann zu diesem Zeichen berechtigen, und auch nuralsdann', wenn zu befürchten ist, daß der Leser den-selben übersehen möchte. Es ist daher noch mehrals Mißbrauch, wenn schlechte und mittelmäßigeSchriftsteller mit diesem Zeichen so verschwenderischumgehen, und es vor Worte setzen, die dessen