i. Kap. Von dm Zeichen der Gemüthsstellung. zü§
DaS Fragezeichen bleibt hingegen weg, inallen mittelbaren und bloß erzählten Fragen, weilsich hier der Ton der lebendigen Stimme von demTone der erzählenden oder belehrenden Gemäths-stellung nicht merklich unterscheidet: er fragtemich, wie er heiße; man wslire^wifsen, ober kommen würde. Indem man dergleichenSätze nicht anders spricht, als: ich weiß, daßer kommt; mich wundert, daß er so lan-ge bleibt.
Eben daraus folget auch, daß man das Fra-gezeichen nicht eher setzen dürfe, als bis die Fragewirklich zu Ende ist, oder wo der fragende Tonder lebendigen Stimme aufhöret: Aber ein Rö-nig? Er, der Gesetzgeber der Nation, selbstkeinem Gesetze unrerwürstg, der Richteraller, von keinem andern gerichtet; washar er, Vas ihn in Schranken erhalten, ihnantrerhen oder zurück halten könnte, alseinzig seine eigene Tugend? Wo das Zeichenzu frühe stehen würde, wenn man es nach gerich-tet setzen wollte. Eben bas findet auch Statt,wenn mehrere Fragen durch und, öder u. s. f.verbunden sind: 4Vem gehörest du am, oderwo willst du hin, und was ist dein Ge-schäft? Es müßte denn seyn, daß jede dieser ver-> bundenen einzelnen Fragen mit einem besondernNachdrucke, und mit einer merklichen Pause da-zwischen ausgesprochen würde, in welchem Falleauch wohl mehrere Glieder einer und eben dersel-ben Frage mit einem besondern Zeichen versehen