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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
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366
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z66 V. Abschnitt. Orthographische Zeichen.

werden können, weil die Veränderung der Stimmebcy jedem wieder von vornen anfängt: Vars

nicht srme eigene haushalrige Kirnst, wo-mit er so schnell jede Spur des Verderbensvertilgte? die Trümmer wieder zu dl lauern,die Aschenbausen zu Städten erbaute? dasHeer verstärkte? dis Zeughäuser anfülice?die Schatzkammer erweiterte, und Vul-liouen aus Nullionen häufte?

Hingegen gibt es auch sehr lange Fragen, welcheaus vielen Sätzen bestehen, und wo die Stimmeden Ton der Gemüthsstellung, eben wegen derLänge, nicht bis an das Ende fortsetzen kann, son.'dcrn unvermerkt in den kaltblütigen belehrendenTon übergehen muß. Da schon die Länge solcherFragen ein Beweis ist, daß der fragende Affectnur schwach ist, daher auch die Stimme ihn nursehr schwach ausdrücken kann: so fällt auch dasFragezeichen alsdann billig weg.

Gebrauch des Ausrufungszeichens.

§. g. Dieses bezeichnet jeden andern lebhaftenAffect, er scy von welcher Art er wolle, wenn erdenjenigen Grad der Stärke hat, welcher sich durchden Ausruf äußert. Es hängt daher gleichfallsvon dem Tone der lebendigen Stimme ab, undwo sich dieser nicht merklich von dem kaltblütigenLehrton unterscheidet, da ist auch das Zeichen un-nöthig und fehlerhaft, indem es zu einem falschenVortrage verleiten würde. lVche mir, daßich diesen Tag erleben muß! .Heil dir,