s8» Hl. Abschnitt. Von den Sylben,
wohl das sicherste, dem s seine lange Gestalt zulassen, und das weggeworkene e durch den Apo-stroph zu bezeichnen: er liest, sie ras'cen, speisi-ren , reis'ccn. Wenigstens ist dieß das beste Mit-tel, die Aussprache zu sichern. Schreibt manrasten, speisten, reisten, oder mir dem si,sie rasten, speisten, reisten, so müßte das sscharf gechrochen werden, wie rasten von Rast.So auch in der Comparotion, heiser, heis'rer,für heiserer, (eine auf jeden Fall harte Zusam-menziehung,) heiserste.
2. Das einfach geschärfte si am Ende der Wur-zel kann zwar in der Conjugation das folgende evor dem t verlieren, sie Hüsten, versüßten, ergrüßt, es stießt; oft aber macht es Härte, siefußten, da man es denn lieber behält, süßeren.Nur in der Comparation macht es einigen Anstoß,nicht so wohl im Comparativ, größerer, süße-rer, wo man das e nicht wegwerfcn, oder wennes ja geschehet, dessen Stelle durch den Apostrophbezeichnen sollte, größter, süß'rer, um die Aus-sprache nicht zu verfehlen; als vielmehr im Super-lative, wo nach dem weggcworfenen e das ß undsi -usammen stoss , und das Auge beleidigen,grösste. Man sucht sich gemeiniglich dadurch zuhelfen, daß man das ß ganz wegläßt, gröste,süste; allein das verändert die Aussprache, unddeutet auf einen vorhergehenden geschärften Vo-cal, wie in Lüste, verletzt auch das Gesetz dernächsten Abstammung. Das beste Mittel ist, da-ss zu behalten, und von dem folgenden st das s