s. Kapitel. Von den Dehnungszeichen. 247
kaute von dem k nicht unterschieden ist, so schriebman es anstatt des t in solchen Wörtern, welchewegen ihres vollständigen Begriffes eine kleineVerlängerung im äußern bedurften, ohne sich zubekümmern, ob das th zu Anfänge oder zu Endeder Sylbc zu stehen kam. Traf es denn ein ver-mittelst des t abgeleitetes Wort, dessen Wurzelschon ein h halte, so ließ man, >um die h nicht zuhäufen, das eine weg, oder vielmehr, man ver-band das h der Wurzel mit dem AblcitungSlaute:Drach, Nach, Farth, von drehen, nahen,fahren, für Draht, Naht, Fahrt. Ichglaube, daß dies; bloß aus einem Versehen, undaus Nachlässigkeit geschähe, vielleicht auch auseiner Bequemlichkeit im Schreiben; daher man insolchen Fällen, wo die nächste Abstammung es er-fordert, dem h immer wieder seine rechte Stelleanweisen kann, zumahl da solches in andern Fäl-len richtig beobachtet wird. So schreibt man all-gemein cs vergeht, ersieht, er lehrt, ruht,u. s. f. und nicht vergcth, siech, lcrrh, ruth;daher man die obigen Fälle bloß als Ausnahmenynzusehcn hat, welche sich aus Uchereilung einge-Wichen haben.
Von dem h.
§. 7. Dieß ist nun das neueste und jüngsteDehnungszeichen, ob es gleich schon in dem i ßtcnJahrhunderte sehr sichtbar zu werden anfängt. ESscheint, daß man durch das th auf dieses Mittelgeleitet worden; denn da das h hier schon in sol-chen Wörtern, in welchen ein t vvrkommt, zur Er-