246 III Abschnitt. Von den Snlbestr
und in Lateinischen aus dem Griechischen herstam-menden Wb' t rn, wo cs sasr wie ein ü aesprochenwird: Svtbe, System, Tyrus, und hier istes das wahre y der Lateinischen Seyrift.
Von dem rh.
§. 6. Ich habe den Ursprung und die Geschichtedieses zusammen gefttztenZeichens bereits ln dem vori-gen zwcuten Kapitel des II. Abschnitt, untersucht,woran man sich wieder erinnern wird. Die ältesteSchrift kannte und gebrauchte es schon vor und nachgcdehme'' Vocalen und als die neuere HochdeutscheOrthographie den Grundsatz dunkel annahm, denwichrigern Redeiheilen, wenn sie einsyldig waren,oder doch sonst ein ärmliches äußeres Ansehen hat-ten, durch erlaubte Mittel und der Aussprache un-beschadet, mehr Umfang für das Auge zu geben,so behielt sie dieses Zeichen in den nvlhigen Fällennicht nur da bep, wo sie es fand, sondern sie wandtees auch auf neue an. Viele, welche in diesemBuchstaben nichts als eine Bezeichnung der Deh-nung sahen, wußten sich daher nicht zu erklären,warum man dabei) so abweichend zu Werke ge-gangen war, und das h nicht, wie in andern Fäl-len, nach dem gedehnten Vocal gesetzt, sondern esgerade dem t zugesellct hatte: nicht Tahl, tuhit,Fahrt, Muht; sondern Thal, rhnn, Farrh,llluth« Allein mich bäuchtet, es ist das cm Be-weis, daß nicht die Dehnung, sondern die Erwei-terung des Wortes, die erste und vornehmste Ab-sicht wir, welcher die Bezeichnung der Dehnungbloß untergeordnet wurde. Da das th in dem