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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
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r. Kap. Von der Verdoppelung der Consonanten. siZ

dessen, was dem Accente nach gedehnt und ge-schärft ist, mit dem, was in der Poesie langund kurz ist, hat in der Sprachlehre tausend Ver-wirrungen verursacht; aber ich hoffe, daß der Un-terschied deutlich seyn wird.

Verschiedenheit der Mundarten in Ansehungdes Accentes.

§. z. Den Ton verfehle kein Deutscher soleicht, er sey aus weliDer Provinz er wolle, weiler aus einem überaus leichten und natürlichenGrundsätze beruhet, nehmlich dem, daß in jedemmchrsylbigen Worte die Wurzelsylbe allemahl denTon hat; ein Grundsatz, welcher aller übrigenVerschiedenheiten der Provinzen ungeachtet, inkeiner Sprache so allgemein befolgt wird, und sowenig Ausnahmen hat, als in der Deutschen.Folglich leidet auch die (Nuamität keine Abweichun-gen, weil sie ganz von dem Tone abhangt; daherder nördlichste Nicdcrsachse die Sylben eben so rich-tig abzählen wird, als der südlichste Oberdeutsche.Ganz anders verhält cs sich in Ansehung des Ac-centes, wo in den Provinzen eine sehr großeVerschiedenheit herrscht, indem die eine dehnt,was die andere schärft, und umgekehrt. Im Gan-zen genommen herrscht die Dehnung bey den Ober-deutschen, die Schärfung aber bey den Niederdeut-schen und Schlesiern; aber in einzelnen Fällendurchkreuzen sich die Eigenheiten wieder, und derNiedersachse und Schlesier dehnt, was der Ober-deutsche schärft. So spricht der Schlesier, wenigstensin manchen Gegenden, Gort so gedehnt, als