,16 M. Abschnitt. Won den Sylben.
wenn es Goor geschrieben wäre, Lahl für Fall,doneril für donnern, und der Niedersachse,Andre und kndren für Aarrn, Aeerl fürAcrl u. s. f. welches denn auch seinen Einfluß l)at,wenn sie Hochdeutsch sprechen und schreiben wollen.
Leitung derselben vermittelst der Consonanten.
H. 4. Da sich in dem südlichen Sachsen dieMundarten verciniaten, indem hier Personen ausallen Provinzen zusammen trafen, so mußten dieseEigenheiten norhwendig sehr merklich werden ; da-her die Orthographie, als sie im i6ten Jahrhun-derte anfing, sich hier zu bilden, darauf vornehm-lich mit Rücksicht nahm, und den Provinzen,denwahren Hochdeutschen Accent durch die Schrift zubezeichnen suchte- Dazu bolh nun die Ausspracheselbst ein sehr leichtes und bequemes Mittel an dieHand, daher man ihr nur nachgchen durfte. Manbemerkte nehmlich, daß alle Sylden mit einem un-gefähr gleichen Zeitmaße ausgesprochen werden,daß aber in manchen die Stimme länger auf demVocale verwciler, und alsdann schnell über denfolgenden Consonanten hinschlüpft, hingegen inandern schnell über den Vocal hineilct, sich aberdafür desto stärker bey den End-Consonanten auf-hält, und wenn sie deren nur Einen findet, ihnmit doppelter Stärke und Vecweilung ausspricht,das heißt, daß sie bey einem gedehnten Vocale diefolgenden Consonanten kürzer und schwächer, beyeinem geschärften aber länger und stärker aus-spricht. In er kam verweilet die Stimme län-ger auf dem a, und läßt daher das folgende m