r zo N. Abschnitt. Von den einzelnen Buchstaben.
ihn daher häufiger als dieNiedcrsachscn, aber spat-sanier als die südlichen Deutschen. Es ist dahereine unnütze Grille, wenn manche vorgeschlagenhaben, ihn noch mehr cinzuschränken, und ihn nurda zu sprechen, wo die Niebersachsen ihn hörenlassen; warum nicht lieber gar ihn wie die West-phalen auszusprcchen, die den Sause- und Hauch-laut gctheilt hören lassen, A>estphälls-ge GgM-kens Daß dieser Zischlaut auch an sich nichts un-angenehmes hat. wenn er nur nicht mit der Fülleeines Oberschwaben vorgetragcn wird/ beweisenunsere südliche und westliche Nachbarn, , deren-Sprachen in der Feinheit und dem Wöhlklange sehrvieles vor uns voraus haben wollen, und doch die-sen Zischlaut nicht nur eben so häufig gebrauchen,als wir, sondern ihn auch noch auf mancherlei) Artverstärken.
Da dieser Laut in dem Römischen Alphabetekein eigenes Zeichen hatte, so sähe man sich genö-thiget, ihn durch das drcyfache sch auszudrucken,ungeachtet diese drc» Buchstaben, wenn sie einzelnausgesprochen werden, zwar die Westphälische Aus-sprache, aber nicht den Hoch- und OberdeutschenZischlaut auvdrucken. Doch, dieses dem erstenAnscheine nach sonderbare Verfahren läßt sich ausder Geschichte unserer Schriftsprache wenigstenswahrscheinlich aufklären. Die Franken waren da§erste Deutsche Volk, welches schreiben lernte, undsich dabey der Römischen Schriftzeichen bediente.Man nimmt auv überwiegenden Gründen an, daßsic aus Niederdeutschland abstammten, und dieserBuchstabe macht es wenigstens wahrscheinlich, daß