Druckschrift 
Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
Entstehung
Seite
178
Einzelbild herunterladen
 

i?8 H. Abschnitt. Von den einzelnen Buchstaben.

leicht -bhelfen kann: der Bauer, des Bauers,dre Bauern, die Dauer, dauern, lauern,die Scbeuer, das Feuer, feuern, feycrn,die Mauer, mauern, und nicht Baue, Bau^rcn daureir, laurcn u. s. f. Außer, wo diegehäuften tonlosen e einen Mißklang anderer Artmachen würden. Maurer, und nicht Mauerer.

Rh ist eine Griechische Aspiration, welche dieDeutsche Sprache nicht kennet. Nur der FlußRhein hat sie aus der Römischen Schreibart be-halten. Für die Niederdeutschen Rhaa undRheede sch>-eibt man wie oben gedacht worden,lieber Rahe, und Rehde, oder Reede.

Gebrauch des p, pf und pH.

§. 2 i. Das p ist der härteste Buchstab seinerGasse, und daher von dem h hinlänglich unter-schieden. Von ihm ist schon oben bey dem Unter-schiede der weichen und harten Buchstaben das-ihige gesagt worden. Als ein einfacher Buchstabwird cr n 'ch geschärften Vocalen verdoppelt, Lap-pe, Rappe, Puppe, Truppe, Suppe.

Pf ist eigentlich ein Oberdeutscher Laut, wel-cher aus einem durch den Blaselaut verstärkten pbestehet. Die Niedersachsen kennen ihn nicht, son-dern lassen dafür ein p oder pp hören. Da manihn indessen im Hochdeutschen bcybehalten hat, soäst es Pflicht, ihn da zu schreiben und zu sprechen,wv die allgemeine Aussprache ihn fordert; sowohl zu Anfänge, Pfahl, Pferd, pflügen,Pfalz, Pfaff; als in der Mitte und am Ende,