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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
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r. Kapitel. Von den Csnsonantm. isLGebrauch des dr.

§. r r. Ehedem war das dt eine bloße müßigeVerstärkung des d oder t, mit welcher die Ober-deutsche Schriftsprache auch in andern Fällen sehefreygebig war, unndt, Handt, bekanndr. Dieneuere Hochdeutsche Schriftsprache hat dergleichenZusätze nach und nach abgelegt, und schreibt da-her das dt nur, wenn es erweislich aus det zu-sammen gezogen ist. Gesandt aus gesendet,beredt aus beredet, gewandt, verwandt,entwandt für gewendet, verwendet, ent-wendet, er enipfindt, eine harte Zusammen-ziehung für empfindet, befreunde besser befreun-det. So auch in dem Adjeccive todr, weil eseigentlich das Parricipium von dem veralteten ro-den, sterben, ist. Grade, urbs, ist das einzigeWort, in welchem man die alte Schreibart ohnediese Uriache allgemein beybehalten har, ohne Zwei-fel, um es von dem gleich lautenden Statt, locus,zu unterscheiden. Aber Schwerin, Erudteund Brodt haben weder dieß, noch die Ableitungfür sich, und werden daher richtiger Schwert,Ernte, Brot geschrieben; Brod, die Brode,ist bloß Niedersächsisch. (Zefihcidt scheint nach demLateinischen elilcretus, von scheiden gebildet zuseyn, und erfordert in so fern auch ein dt; abergescheudc läßt sich mit nichts entschuldigen.

Von dem f und v.

§. 12. Das f und v sind, als Blaselaute be-trachtet, die schärfsten ihrer Classe, und müssen da«