».Kapitel. Don den Consonantem «5^
ganz Nieder-Deutschland, mit allen denjenigenProvinzen, wo die Niederdeutsche Mundart dieherrschende Volkssprache ist, sind vornehmlich indiesem Falle, daher sie ihre Aussprache an diesenUnterschied gewöhnen müssen, wenn sie richrigschreiben wollen. Einige neuere OberdeutscheSprachforscher haben behauptet, daß b, d und gam Ende einer Sylbe gleichfalls weich gesprochenwerden könnten, wenigstens weicher, als p, t undk; von dem g hat das nun wohl seine Richtigkeit,und die gute Aussprache erfordert. Tag, lag,Burg, nicht wie Tak, lak, Burk zu sprechen.Allein in Ansehung der beydcn übrigen, wozu mannoch das s setzen muß, läuft es auf eine unnützeGrübelet) heraus; denn wenn sich auch ein gerin-ger Unterschied sollte merklich machen lassen, beson-ders nach gedehnten Docalen, wo die Dehnungeinen Theil des Druckes wegnimmt, so hat er dochweiter keinen Nutzen, indem sich der Laut doch im,mer mehr dem harten als dem weichen Buchsta-ben nähert. Die Härte rühret von dem Schlüssedes Mundes her, und dieser ist am Ende einerSylbe in den gewöhnlichen Fällen unvermeidlich.Nachdem dieß von dem Unterschiede der Consonan-ten überhaupt gesagt worden, so muß noch vonjedem derselben das Nothwendige bemerket werden.
Von dem b.
§. 5 . Dieser Buchstab lautet gelinder als p,und schärfer als w, und muß daher von beyden sowohl in der Aussprache, als Schrift gehörig un-terschieden werden. Er behält diesen seinen eigen-
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