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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
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2 . Kapitel. Von den Consonanten,' i;i

ben werden darf, nehmlich vor p und t, und daßauch das ß, welches seinen eigcnchümlichcn ge-schärften Laut nur nach gedehnten Vocalen habenkann, Fuß, Füße, am Ende nach einem qe-schärften Vocale auch das vertreten muß, laß^lassen, Faß, Fässer. Unter diesen Schwierig-keiten macht die mittelste den meisten Anstoß, unddoch kann sie nicht einen Vorwurf der Schrift ab-geben, weil die Natur aller Sprachen, in welchendas Gesetz der nächsten Abstammung befolget wird,sie mit sich bringt. Aus dem (Duinnlian B. i.Kap. 8- erhellet, daß das ft am Ende auch bey denRömern nicht anders als p lauten konnte. DieLeyden übrigen lassen sich bey einem nur mäßigenGrade von Aufmerksamkeit sehr bald überwinden,

Gehörige Unterscheidung der weichen Consonantenvon den härlcrn-

§. Z. Die erste und vornehmste Regel in An-sehung der Consonanten ist demnach, daß man dieverwandten Consonanten, und besonders die wei-chen und gelinder» von den härter» ihrer Classegehörig unterscheiden lerne. Dem südlichsten Ober-deutschen wird es schwer, l) und cl), und ci) und kgehörig zu unterscheiden, Weiler jeden Hauch miteinem starken Drucke aus der Gurgel ausspricht.Ich habe oben schon bemerkt, daß sich die beydenHauptmundarten in Deutschland, die Oberdeut-sche und die Niederdeutsche, besonders in Ansehungder weichen und harten Buchstaben unterscheiden.Die härtere Oberdeutsche spricht überall hart,paum, picrn, (Dirn), prmgen, Tach, und