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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
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>44 H. Abschnitt. Von den einzelnen Buchstaben.

schnoben werden, obgleich das ei am gewöhnlich-sten und richtigsten ist. Aale, Maid, Ilüris,Main, Mainz, und andere sind rheils fremdeWörter, thcils eigene Nahmen, welche überallAusnahmen machen. In Hain und Hain schei-net man cs aus etymologischen Gründen beobehal-tcn zu haben, weil das erste aus Hagen zusam-men gezogen ist, das zweyte aber mir Rand EinesGeschlechtes ist. Laib, ein Brot, und Frais),sind ohnehin Oberdeutsche Wörter, welche im Hoch-deutschen nicht gangbar sind. Haben nun gleichdie Hochdeutschen diesen Doppellaut noch in eini-gen wenigen Wörtern beybehaltcn, so haben siedoch den ihnen unangenehmen Gurgcllaut nichtmit angenommen, sondern sprechen ihn gemeinig-lich fast wie ei aus, Raijcr, Waise, wie Reiser,weise.

Das ay gehöret gleichfalls der OberdeutschenMundart zu, welche es selbst in der Mitte derWörter für ai schreibt und hören läßt, RayserDie Hochdeutschen gebrauchen es nur noch inBay,einem eigentlich Niederdeutschen Worte, und ver-tauschen es in den eigenen Nahmen, in welchenman es sonst wohl zu schreiben pflegte, gern mitai: Baiern, Main, Mainz, für Bayern,Mayn, Maynz Nur der Nähme der Gra-fen von Sayn hat es nebst May und einigenwenigen andern noch behalten.

Von dem au und An.

§. n. Der Doppellaut au ist zwar auch nichtder angenehmste, weil der Mund in demselben von