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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
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i. Kapitel. Bon den Vocalen und Doppellauten, iqz

Deutschen Gattungswörtern nur folgende Doppel-laute: ai und m einigen wenigen Fällen ay, au,äu, ei und am Ende ey, und cu. wozu in neigeneigenen Nahmen noch 0l kommt. Das ui ,n huiund pfui, wovon das erste nur im gemeinen Le-ben üblich ist, ist gleichfalls kein Doppellaut weilbeyde Vocale hier zwar geschwinde, aber doch be-stimmt ausgesprochen werden Eben das gilt vonBoy oder vielmehr richtiger Boj und Hoya, wel-ches letztere Hs-ja gesprochen wird. Der NähmeDuisburg lautet wie Düsburg.

Von dem ai und ay-

§. ro. Das ai ist eigentlich ein OberdeutscherDoppellaut, und wird, wenn er gehörig ausge-sprochen werden soll, aus der Gurgel gebildet.Da die südlichen Oberdeutschen diese Gurgellautesehr lieben, so sprechen sie fast alle ei wie ai aus,Bain, Srain, üiu, und in den gröbsten Mund-arten gar wie oi gleichfalls aus der Gurgel. Dadiese Laute den Hochdeutschen fremd und widrigsind, so haben sie das ai nur in einigen wenigenFällen behalten, wo es entweder den verjährtenGebrauch wie in Kaiser, vor sich hatte, oder zurUnterscheidung einiger gleich lautender Wörter, wiein Waise, orplmnus, Saite, ckorag, theilsauch aus Nachlässigkeit. daher eichen, von demGemäße, das Eichmaß, (wo auch die Abstam.muna widen das ai lst>) leichcn, Lroschleich,Weidewerk heirzen, metjchen, Eimer,Getreide, Heide, ein Wald, Weise, Weic-zen, und andere wohl noch jetzt mir einem ai gr-