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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
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i. Kapitel. Non den Vocalen und Doppellauten. 14;

der weitesten bis zur engsten Oeffnung übergehenmuß; indessen ist er doch in deutschen Wurzelwor-tern häufig genug anzutreffen, und muß alsdannauch in der Aussprache seinen eigenkhümlichcn be-stimmten Laut bekommen: auf, aus, Baum,laufen, kaufen, Haus, auch. Manche Mund-arten suchen das Unangenehme desselben zu ver-meiden, und schieben ihm daher gerne andere Lauteunter, wie die Niedersachsen das O, ö und u, lo«pen, kopen, up, Huus, die gemeinen Ober-sachsen das 00, Doge, koosen, erlooben,dagegen andere Mundarten nicht au und oa ge-nug bekommen können: fau, Schauld, strafen,für ja, Schuld, saufen. Ehedem schrieb manavv, auv für au: Frau?, die^rauven, welcheSchreibart im Hochdeutschen längst veraltet, abernoch am Rheine üblich ist.

Das au muß von eu uni» ei in der Ausspra-che gehörig unterschieden werden, welches auchmerklich geschehen kann, wenngleich alle drei)Lauteeinander ähnlich sind. Das au findet nur in sol-chen Wörtern Statt, welche in der Stammsplbedas au haben, und in der Biegung und Ablei-tung den Umlaut bekommen: Bauch, Bäuche,Rauch, räuchern, stauben, stauben, schlau-»dern, schläudern, die Schläuder, (folglichnicht schleudern) hauchen, häucheln; vondem Oberdeutschen laugnen und alten laugan,lügen, lättgnen; von dem Oberdeutschen Säuledie Säule. Wo aber die Abstammung dunkel undAmveis. j. Qrchograph. K