i§r Ik. Abschnitt. Von den einzelnen Buchstaben.
verließ man diesen Weg in der neuesten Ausbil-dung der Sprache ganz, wie unter andern aus derregulären Conjugation erhellet; daher findet derUmbaut nickt in allen obigen Fällen, sondern nurin einigen Statt. Diejenigen nun, wo er einge-führet ist, lassen sich nicht genau nach Regeln be-stimmen, sondern hängen wieder von dem Gebrau-che ab Ick habe in dem folgenden Wörterbuchemit daraut Rücksicht genommen, und alle die Bie-gungen und Ableitungen bey jedem Worte angezei-get, in welcken der Umlaut nun einmahl üblich ist.
Don dem y sage ich hier noch nichts, weil esunter die Dehnungszeichen gehöret, daher ich esbis dahin »erspare.
Erklärung und Anzahl der Diphthongen.
§. 9. Ein Diphthonge oder Doppellaut ent-stehet, wenn der Mund von einer Ocffnung nachund nach und ohne Absatz zur andern übergehet.Folglich ist es kein Doppellaut, wenn von zweyrieben einander stehenden Vocalen jeder besondersausgesprochen wird, Ba-ül, na-iv, Astro-ic,weil deyde Vocale zusammen schmelzen müssen;auch nicht, wenn zwey Vocale als ein Zeichen derDehnung zusammen gesetzt werden, Aal, See,lieb, weil sonst die gedehnten Vocale in gar,Jahr, geben, lehren, gleichfalls Doppellauteseyn müßten, indem sie eme eben so starke Deh-nung haben. Noch weniger können ä, ö und üdafür angesehen werden, wie aus dem vorigen er-hellet. Dem zu Folge haben wir in eigentlichen