i Kapitel. Von den Vocalen und Doppellauten. 141
jchakbrn, Rüssen, schreibt und spricht, fehletwider die gute Aussprache so sehr, als wider dieOrthographie und Abstammung.
Oder diese Vocale gründen sich auf den Um-laut, d. i auf den Uebcrgang eines der kiefernVocale er, 0 und u in den nächstfolgenden höhernä, ö und ü, welcher besonders in der Biegungund Abteilung Statt findet. In den ältestenFlcxions, Arten erstreckte sich dieser Umlaut vielweiter, und der Mund ging dabey oft in die ent-ferntern Vocale über; besonders aus dem e in dasi, ich befehle, stehle, du befiehlst, stiehlst,Berg, Gebirge, Werk, wirken. Ja dieirregulären Verba und sehr alte Ableitungen bewei-sen, daß sich der Umlaut oft auf alle Vocale er-streckte : brechen , ich brach, daß ich bräche,gebrochen Bruch, Brüche, brich. Alleinin der Folge verließ man diese schwankende Art derFlexion, welche sich ganz auf die dunkele Empfin-dung des Hörbaren gründete, und behielt eineZelt lang nur den obigen bestimmtem Umlaut derdrey Vocale a, 0 und U in die nächstfolgenden hö--hern bev: so wohl in der Deklination Mann,Männer, Tochter, Töchter, Murrer, Müt-ter: als in der Compararion, hart, Harrer, amhärtesten, groß, größer, der größte, jung,jünger, der jüngste; a.s endlich auch in derAbleitung, lang, länglich die Lange, groß,die Größe, vergrößern, gur, die Güce,gütlich, vergüten. Da auch dicß immer nochein Rest der Nachahmung des Hörbaren war, so