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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
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140 II. Abschnitt. Won den einzelnen Buchstaben.

Fälle vermeiden müsse, wo er vorkommt. Aberdie Wörter um deswillen vcrstümmckn, und uner-trägliche Härten machen, Heist Mücken seihen undKamehle verschlucken. Ehe eine crbcthene er-schien macht allerdings einen Mißklang; allein die-ser esthrct nickt von dem Hiatu, sondern von demGlcicvklanae der gehäuften e her; ch' ein' erbe-then^ erscidlcn hebt diesen Gleichklang nicht nurnicht, sondern macht ihn durch die Härte völligunerträglich. Ich werde im folgenden beu Gele-genheit der orthographischen Zeichen noch etwasdavon sagen.

Doch alles dieses gehöret mehr in die Sprach-lehre und in die Lehre von der richtigen Aussprache;aber da es doch einen großen Einfluß auf die Or-thographie hat, so habe ich hier wenigstens auf-merksam-darauf machen wollen.

Gebrauch der Vocale ü, ö und ü.

§. 8- Diese drey Vocale kommen entweder inWurzclwörtern und Wurzelsylhen vor, und dakann ihre Stelle nicht anders als aus dem Gebrau-che, m Ansehung dcS ö und ü aber auch aus derrichtigen Aussprache erlernet werden, als welchedas ö hinlänglich von dem hohen e, und das ü vondem breitern l unterscheidet: der Aaser, Aaslch,mähen, schräge, Flore, Höhle, Hölle, hö-ren, Mörser, blühen, Brühe, Brüllen,Büchse, dürfen u. s. f. Wer also gcwchncn,mögen, Münch, Giörre, fchökern, Ais,sen, für gewöhnen, mögen, Mönch, Glärce,