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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
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i. Kapitel. Von den Vocalen und Doppellauten, i zp

Da das e in allen diesen Fallen unbetont ist,so geralhen harthörige Schriftsteller leicht auf denJrrthum, cs für stumm zu halten, und glaubencs daher nach Belieben weglassen zu können. Meindie Deutsche Sprache kennet kein stummes e; son»dcrn es ist in den obigen Fällen völlig charakte-ristisch, und darf daher eigentlich nie verschwiegenwerden, am wenigsten in der Deklination, wo derFehler eben so groß ist, als wenn man in der La-teinischen Deklination einen charakteristischen End-Vocal weglassen wollte. Frevlich gibt es Fälle,besonders bey den Superlativen und in der Con-jugation, wo man dieses e nicht nur weglassenkann, sondern auch muß, die widerwärtige Häu-fung tonloser Svlben zu vermeiden, der scf)önste,geliebt, ein Geliebter, für die gedehnten dersct)öneste, gelieber, ein Gellebcter; allein dastrifft die Declination und die übrigen Fälle nicht,läßt sich auch in der Conjugation und Bildung desSuperlatives nicht in allen Fällen anbringcn, son-dern darf nur nach Maßgebung eines guten undrichtigen Gehöres geschehen.

Ein anderes, aus fremden Sprachen ange-nommenes Vorurthcil ist, daß dieses unbetonteEnb-e, wenn cs auf einen Vocal des folgendenWortes stößt, einen Mißklang mache, den mandurch Wcgwersung des e vermeiden müsse. Alleinich habe in der Lehre von dein ^?ryle Th. i, S,24z hoffentlich überzeugend bewiesen, daß derHiatus im Deutschen kein Mißklang ist, und daß,wenn jemand ja einen darin finden sollte, er die