i;o II. Abschnitt. Von den einzelnen Buchstaben.
gen des Mundes, und bczcicknicten sic durch a, e,i, o, und u; allein, da sic in der Folge merkten,d,'ß ev mehrere merklich verschiedene Vocale gebe,welche doch auch eine Bezeichnung verdienten, konahmen sie aus Mangel an Schriftzeichen für dasÜ das Griechische y, für zwc» andere aber zusam-men gesetzte Zeichen an, und druckten das ä durchse oder L, das o aber durch ne oder ou aus, ver-leiteten ober dadurch die spötern Sprachlehrer,welche bloß nach den Zeichen urtheilten, die Hey-den letztern für Dovvellaute zu halten. Im Deut-schen fing man schon frühe an, mehr als fünf Vo-kale zu unterscheiden und der Bezeichnung werthzu halten, und folgte darin den Römern, nur mitdem Unterschiede, daß man daS ^ zu einem andernGebrauche bestimmte, und dafür das ü durch einue oder Ü ausdruckte. Wir haben also >m Hochdeut-schen acht wahre und merklich von einander ver-schiedene Vocale, 6, ä, e, i, o ö, u, und ü. DieMundarten haben deren noch weit mehrere; sohat z. B. die Oesterrelchische ein tiefes a welchesein Mittellaut zwischen dem a und o ist, und demSchwedischen ä gleich kommt; anderer zu ge-schweigen.
Wie man sie bezeichnet.
§. ?. Da man für die fünf ältesten Vocale inder Römischen Schrift bereits bestimmte Zeichenfand, so machte auch ihre Anwendung keine wei-tere Schwierigkeit; allein in Ansehung der dreyneuern btteb man sich nicht zu allen Zeiten gleich.