7. Kap. Orlhogr. fremder Nahmen und Wörter, nx
den. Man erinnere sich vorläufig wieder, i. daßdie möglichst leichic Verständlichkeit so wohl für dasAuge als für das Ohr die erste und höchste Absichtder Schrift ist; 2. daß die Hochdeutsche Schrift-sprache die Sprache der höher» Classen der Nationist, daher die möglichst leichte Verständlichkeit nachihnen, nicht aber nach den untern Classen bestimmtwerden muß; und g. daß die fremden Wörter,welche zuweilen im Deutschen geschrieben werdenmüssen, aus sehr verschiedenen Sprachen herstam-men , welche oft entgegen gesetzten Analogien fol-gen, daher an eine einförmige Analogie nicht zugedenken ist, wenn nicht die möglichst leichte Ver-ständlichkeit auf eine oder die andere Art verletzetwerden soll. Die fremden Wörter sind von gedop-pelter Art; indem sie entweder aus fremdenSprachen hcrstammen, d.i. solchen, deren Bandem größten Theile der Schreibenden unbekannt ist,wohin unter andern alle Wörter aus morgenlandi-fchen Sprachen gehören; oder es sind solche, wel-che aus bekannten Sprachen entlehnet sind,deren Bau dem größten Theile der Schreibendenin den obern Classen bekannt ist. Veyde müssennach verschiedenen Analogien behandelt werden, jenachdem die möglichst leichte Verständlichkeit sieerfordert.
r. Wörter aus fremden Sprachen.
§. 6. Fremde Sprachen nenne ich, wieschon gedacht, hier solche, deren Bau und Ana-logien dem größten Theile der Schreibenden un-
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