z. Kapitel. Befolgung der besten Aussprache. «,
bange, böse, lose, leise, blöde, Hase, Rase,Bube, Rnabc, scige, gelinde, gerade u. s. f.Siehe von diesem mild >den e und dessen Gebrauchemein Magazin V. i. St. z. S. i8 f.
6. Man gewöhne sich, alle zur richtigen Hoch-deutschen Biegung eines Wortes gehörige Syldenund Buchstaben rein und unverstümmelt auszuspre-chen. Besonders verbeiße man, nach der Unart sovieler Provinzen, daö e des Datives nicht. Daßes Fälle gibt, wo man das Biegungs e wegwcrfcnmuß, die Hausung der e zu vermeiden, ein Ge-liebter und nicht ein Geliebcrcr, wird in derSprachlehre gezeigct. Aber wo dieß der Fallnicht ist, da spreche man alles rein und unver-stümmelt aus.
7. Besonders hüte man sich vor harten Eli-sionen und Zusammenziehungen; 's war, bab'sgesagt, gehören mit allen übrigen in die niedrig,stcn Volkssprachen. In abgeleiteten Wörtern aufel und er macht rs viele Härte, wenn man dasvorhergehende e wegwirft: Baur, Bauten,Maur, Mauren, dauren, die sauren, samin,len, stammien, laurcn ; besser Bauer,Bauern, Mauer, Mauern, dauern, diesäuern, sammeln, stammeln, lauern.
8. Man habe überall die nächste Abstammungvor Augen, welche Aussprache und Schrift in tau-send Fällen vor Abwegen bewahret. Von Goldkommt golden, vergolden, nicht gülden undvergüldcn, welche Form längst veraltet ist. DerOberste und nicht Obriste. Doch davon in demfolgenden Kapitel.