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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
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4» I. Abschnitt. Allgemein« Grundgesetze.

fen, oder mit andern Worten, wenn sie dessen un»geachtet mehr Gutes und weniger Hehler hat, alsirgend eine andere Art der Aussprache. Könnennun so gar allgemeine Mangel unter den obigen Um-standen sie nicht um den Vorzug der besten Aus,spräche bringen, so können solches noch weniger dieFehler einzelner Personen, solange sie individuelleFehler bleiben, und in dieser Aussprache, welcheals die beste angenommen wird, nickt d^e Feh-ler einzelner Personen in andern Aussprachenübertreffen.

Ob es eine solche mündliche Aussprache gibt.

§.z. Jedermann gestehet ein, daß die Hochdeut-sche Sprache, so wie sie in Schriften erscheinet,unter allen Deutschen Mundarten die beste ist, unddaß folglich auch die Aussprache, wenn sie auf dieseSchriftsprache gegründet ist, die beste seyn muß.Nur hat es in den neuern Zeiten Schriftsteller ge-geben, welche geläugnet haben, daß wirklich einesolche mündliche Aussprache im gesellschaftlichen Um»gange vorhanden sey, worauf sie denn weiter ge-schlossen, daß diese Aussprache bloß in Schriftenlebe, und nur aus Schriften erlernet werden kön-ne. Allein es lasset sich leicht beweisen, daß dasnicht allein wider die Natur der Sache, sondernauch wider alle Erfahrung streitet. Denn r.Je-dermann gibt zu, daß es mehrere Aussprachenin Deutschland gibt. Diese mehrere können un-möglich alle einander gleich, oder alle gleich gut,oder gleich fehlerhaft seyn, sondern es muß noth-wendig eine darunter dem Ideale einer vollkomme-