Einleitung.
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mündliche Rede das Mittel ist, dem Anwesendenseine Gedanken mitzutheilen, so ist es die Schriftfür den Abwesenden. Ließ ist ihre einzige Absicht,und allgemeine leichte Verständlichkeit ihre ersteEigenschaft, und da in der engörn bürgerlichenGesellschaft des Schreibens viel ist, so müssen dieGrundgesetze, worauf diese; allgemeine Verständ-lichkeit beruhet, den Fähigkeiten wenigstens desgrößten Theiles der Schreibenden angemessen seyn.
Fehler einzelner Personen.
§. z. Da dieses Bewußtftyn des Bedürfnisses,welches die Sprache und alles Veränderliche inderselben bildet, nur dunkel ist, und dunkel seynkann, und diese Dunkelheit bey den verschiedeneneinzelnen Gliedern einer Gesellschaft sehr vielerGrade fähig ist, so machen die Abweichungen ein-zelner Personen keinen Einwurf wider die Allge-meinheit der orthographischen Grundgesetze aus,eben "so wenig als die Sprachfehler einzelner Per-sonen zur Bestreitung der Allgemeinheit anderergrammatischer Analogien angewandt werden kön-nen. Wenn sich bey einem Volke Lehrer finden,welche geraden Verstand und Gelehrsamkeit genugbesitzen, die Gründe des orthographischen Verfah-rens aufzusuchen, und das dunkele Gefühl zueinem klaren und deutlichen Bcwußtseyn der Ab-sicht und Mittel zu erheben, dann werden dieseAbweichungen freylich weniger, ob sie gleich nieganz aufhören werden, weil die Vollkommenheitkein Antheil der Dinge unter dem Monde ist.