14 I. Abschnitt. Allgemeine Grundgesetze.'
befolget wurden, und in ihrer Anwendung auchauf keine andere Art abgeänderr werden können.
Wie sie beschaffen seyn müssen.
§. 2. Aus dieser Entstehungsart erhellet zu-gleich, wie sie beschaffen sind, und seyn muffen,wenn sie von dem größten Theile einer Nation aufeine einstimmige Arr sollen befolget werden ; we-nigstens von dem schreibenden Theile, der denn,der gewöhnlichcnOrdnung der Dinge nach, immermehr zu den obern, als zu den untern Classen derNation gehöret. Da daS allgemeine dunkele Be-wußtseyn des Bedürfnisses sie erzeuget hat, so kön-nen sie weder verwickelt, noch sehr versteckt seyn,sondern sie müssen sich einem nur ein wenig aufge-klärten und unverdorbenen Gefühle, wenigstensim Ganzen, von selbst darstellen. wenn es gleich inder Anwendung in einzelnen Fällen nicht alleinschwanken, sondern auch fehlen sollte. Es folgetdaraus von selbst, daß alle künstliche und weit ge-suchte Grundsätze, die man von Zeit zu Zeit fürallgemeine Grundgesetze der Orthographie ausge-ben wollen, nicht die wahren sind, und seyn kön-nen, daher sie auch niemahls dafür erkannt wor-den. Dergleichen ist z. B. die Etymologie, ko fernsie als die einzige oder doch vornehmste Regel derArt die Wörter zu schreiben von manchen ange-sehen worden. Des vielen Willkürlichen hiernoch nicht zu gedenken, welches dabey vorkommt,so erfordert sie so viel Gelehrsamkeit, Zeit undj Un-tersuchung, als unter'zehntausend Schreibendenkaum von Einem zu erwarten ist. So wie die