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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
Entstehung
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Einleitung.

düng eben so unerträglich wird, als dem Kunst»kcn er ein Gemählde, in welchem jedes Mied, je-der einzelne Thcil verzeichnet ist, wenn gleich dieErfindung und Anordnung noch so gut und richtigseyn sollte.

Gründe der Orthographie.

§. z. Die Art, wie ein Volk die Wörter sei»ncr Sprache nach ihren einzelnen Lauten durch dievon demselven einmahl angenommenen Schnitzel-chcu ausdrückt, ist immer eben so sehr in den in-dividuellen und eigenthümlichen Umständen dessel-ben und seiner Sprache gegründet, als alles übri-ge in der Sprache *). Dieses Eigenthümlichegibt denn jedem Volke seine eigenthümliche Art derOrthographie, welche von jedem Gliede desselbeneben so genau befolget werden muß, als allesübrige, was zur Sprache gehöret. Allein, dadieses Eiaenthümliche immer nur dunkel empfun-den werden kann, weil es durch tausend indivi-duelle Umstände gebildet wird, und diese Dunkel-heit vielfacher Grade?fähig ist, so gibt es Zeiten,wo diese eigenthümlichen Grundsätze mit größereroder geringerer Allgemeinheit befolget werden. Ichrede hier noch nicht von den Neuerungen, welcheeinzelne Personen zu manchen Zeiten mit Vorsatzin der Orthographie versuchen, sondern bloß vondem, was von dem gesammren Volke, oder dochvon dem schreibenden Theile desselben nach der dun-

*) Ich habe davon in meinem Buche über den Deut-sche» Scyl ausführlich gehandelt, daher ich cs hiernicht wicdcrhohlen will.