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Vollständige Anweisung zur deutschen Orthographie : nebst einem kleinen Wörterbuche für die Aussprache , Orthographie, Biegung und Ableitung
Entstehung
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Einleitung.

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kelen Empfindung der Absicht und Mittel, ohneklares Bcwußtseyn der Gründe geschehet. Undda gibt es denn freylich Zeiten, in welchen dieseEmpfindung oft so dunkel ist, daß manMühe hat,vor den vielen Abweichungen die eigenthiimliebenGrundsätze zu erkennen. Unter den Deutschen wa-ren dergleichen Zeiten z. B. vor und nach denSchwäbischen Dichtern, und zur Zeit der Refor-mation, als sich unsere gegenwärtige Orthogra-phie nach den geänderten individuellen Verhältnis-sen der Nation zu bilden anfing. Doch davon imfolgenden. Ich führe es hier nur um deswillenan, um zu bemerken, daß die Regeln der Ortho-graphie eben so wenig bloß zufällig und Willkür-lich sind, als alle übrige Sprüchregeln, sonderndaß sie ganz in dem Eigenthümlichen jedes Volkes,welches sie veranlasset hat, müssen ausgesucht, undaus demselben hcrgclcitet werden. VernünftigeLehrer der Orthographie haben dieses auch zu allenZeiten eingesehen, ob es ihnen gleich nicht allermahl gelungen ist, tief genug in dieses Eigenthüm-liche «inzudringen, oder dasselbe nach allen seinenLheilen zu ergründen. Es ist daher ein Jrrthum,wenn man glaubt, unsere gewöhnliche Orthogra-phie rühre von irgend einem oder dem andern be-rühmten Sprachlehrer her. Besonders pflegteman sie in den neuern Zeiten gern die (Korcsctie-dische zu nennen, weil man glaubte, (Gottschedhabe sie der Nation aufgedrungcn; obgleich dieser,einige wenige ihm eigeneGrillenabgerechnet, wer-ter nichts that, als daß er die Orthographie, wel-che er schon im völligen Gange fand, nach Regeln