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Einleitung.
Durch die oben gegebene Erklärung der Or-thographie unterscheidet sie sich hinlänglich vonandern v wandten Lehren, besonders von derSchreibekunst, oder der Fertigkeit zu schreiben,d. i. Schr'-ttnqc zu machen: von der Schön-schrerdekunst oder Ralligraphie, der Fertig-keit, «chöne Schrifrzüge zu machen; und von derSprachlehre oder Grammatik im engern Ver-stände, welche sich bloß mit der Richtigkeit desAusdruckes beschäftiget.
Ihre Nolhwendigkeit.
§. 2. Da der richtige Gebrauch der Schrift-zcichen mit der Richtigkeit des Ausdruckes eine undeben dieselbe Absicht hat, nehmlich die leichte undallgemeine Verständlichkeit, so erhellet daraus dieNothwendigkcit dieser Lehre von selbst. Es läßtsich so gar beweisen, daß jener von noch größererWichtigkeit ist, als dieser, wenigstens in Ansehungdes mündlichen Ausdruckes. Dieser ist immer nurfür wenige Personen und für wenige vorüber ge-hende Augenblicke bestimmt', daher die Fehler,welche allenfalls mit unter laufen, sehr geschwindevorüber rauschen, auch Umstände und Gcberdendie Dunkelheit vermindern. Allein die Schrifthar einen weit größer» Wirkungskreis, so wohl inAnsehung der Personen, als auch der Zeiten, fürwelche sie bestimmt ist, daher es hier zur doppel-ten Pflicht wird, sich der Richtigkeit jeder Act aufdas sorgfältigste zu befleissigen, weil jede Ver-letzung derselben der Absicht des Schriftstellers,warum er schreibt, entgegen wirkt; und wenn