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16 (1891) Die letzten Zeiten im Amt : 1887 - 1889
Entstehung
Seite
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Wir müssen so stark sein, wie wir irgend können. 165

Ich bin nun weit entfernt, aus der Thatsache, daßich sie heute für unmotiviert halte, den Schluß zu ziehen,daß wir einer Verstärkung der Wehrkraft nicht bedürften,sondern umgekehrt. Daher dieses vierzigjährige Tableau,das ich eben, vielleicht nicht zu Ihrer Erheiterung, auf-gerollt habe, und ich bitte um Verzeihung; aber wennich ein Jahr hätte fehlen lassen von denen, welche Siedoch alle schaudernd selbst miterfahren haben, so würdeman nicht den Eindruck haben, daß der Zustand der Be-sorgnis vor großen Kriegen, vor weiteren Verwickelungen,deren Koalitionsergebnisse niemand vorher beurteilen kann,daß dieser Zustand ein permanenter ist bei uns, und daßwir uns darauf ein für allemal einrichten müssen; wirmüssen, unabhängig von der augenblicklichen Lage, sostark sein, daß wir mit dem Selbstgefühl einer großenNation, die unter Umständen stark genug ist, ihre Ge-schicke in ihre eigene Hand zu nehmen, auch gegen jedeKoalition (Bravo!) mit dem Selbstvertrauen und mitdem Gottvertraueu, welches die eigene Macht verleihtund die Gerechtigkeit der Sache, die immer auf deutscherSeite bleiben wird nach der Sorge der Regierung,daß wir damit jeder Eventualität entgegensehen könnenund mit Ruhe entgegensehen können. (Bravo!)

Wir müssen, ckurz und gut, in diesen Zeiten so starksein, wie wir irgend können, und wir haben die Möglich-keit, stärker zu sein als irgend eine Nation von gleicherKopfstärke in der Welt; (Bravo!) ich komme darausnoch zurück, es wäre ein Vergehen, wenn mir sie nichtbenutzten. Sollten wir unsere Wehrkraft nicht brauchen,so brauchen wir sie ja nicht zu rufen. Es handelt sichnur um die eine nicht sehr starke Geldfrage, nichtsehr starke, wenn ich beiläufig erwähne ich habe keine