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16 (1891) Die letzten Zeiten im Amt : 1887 - 1889
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Die Landtagssession von 1887.

jedem Jahre wiederholt wechseln sieht, kann unmöglichunter verschiedenen Umständen immer dasselbe thun.

Wenn ich in der heftigsten Phase dieses kirchlichenKampfes Worte gebraucht habe, die hart und schneidendwaren, so waren das eben doch nur rhetorische Kämpfe,auf die es beim Friedensschluß ebensowenig ankommt,wie auf die Kanonenkugeln, die die Armeen untereinanderausgetauscht haben, und diese Redekämpfe sind doch nochziemlich unschuldig.

Daß ich damals den Papst als Ausländer bezeichnethabe, ist ja in gewissem Sinne möglich. Wenn derHerr Vorredner mir aufmerksam zugehört hätte, so würdeer sehen, daß ich auch jetzt noch als Protestant den Papstnicht als Inländer bezeichne, daß aber für den Katholikendie päpstliche Institution — der Papst kann ja im Aus-lande geboren sein, ebenso wie der König von Rumänien,der doch ein Rumäne ist, obwohl er im Auslande geborenist, — daß für den deutschen Katholiken die Institutioneine deutsche ist. Der Herr Vorredner ist doch vermögeseiner wissenschaftlichen Bildung mit der kirchlichen Auf-fassung so vertraut, daß er mir das zugeben muß. Imübrigen, wenn er es nicht glaubt, verweise ich ihn andie Herren vom Zentrum, die werden ihm klar machen,ob der Papst, die päpstliche Institution, die Kurie eineausschließlich ausländische oder eine dem Inlands zu-gehörige Institution ist. (Sehr richtig! im Zentrum.)

Der Herr Vorredner hat mir Stein als Mustervorgehalten, der hätte Widerspruch ertragen können.Meine Herren, Stein hatte kein Parlament (Heiterkeit);der Widerspruch, den er ertragen hat, das war höchstensder eines Vortragenden Rats, der ja mitunter eine bessereEinsicht hat von einer Sache als sein Chef, auf dessen