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16 (1891) Die letzten Zeiten im Amt : 1887 - 1889
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Opportunismus; Vatikanum.

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uns damals — ich werde die Veröffentlichung der De-peschen jener Zeit zur Freude des Abgeordneten Richternoch weiter fortsetzen — nicht als eine Gefahr für denStaat erschienen, vielleicht eher für die Kirche, - aberdas war nicht unsere Sache, dafür zu sorgen — aberwir hatten nichts davon befürchtet, sind auch nicht einmalwesentlich verstimmt darüber gewesen; es wäre uns aller-dings in damaliger Zeit lieber gewesen, wenn es nichtgeschehen wäre, und ich kann überhaupt von meinempersönlichen Eindruck sagen: auch ich habe damals nichtswesentlich befürchtet, sondern ich habe das als dogmatischeFrage innerhalb der katholischen Kirche angesehen, mit derwir uns abzufinden haben würden, wenn sie sich irgendwiein Fragen der inneren Politik bei uns übersetzte unddarstellte. Ich habe auch nach dem Vatikanum nochwährend des ganzen französischen Krieges in einem politischbefreundeten Verhältnisse mit dem jetzigen Kardinal GrafenLedochowski gestanden; und noch als wir aus Frank-reich zurückkamen, habe ich in ähnlichen Beziehungen zudem damaligen Bischof von Mainz, Freiherrn von Ketteler,gestanden.

Alles das wird Ihnen beweisen, daß ich damals nochdurch keine Furcht vor dem Vatikanum angekränkelt war,und eine solche Krankheit auch von diesen hochstehendenPrälaten bei mir nicht entdeckt wurde.

Die Frage, wie ich dennoch in den Streit verwickeltworden bin, werde ich gleich berühren. Auch der Streitin Braunsberg — wenn ich nicht irre, war es der desLehrers Wollmann — hat mich noch nicht berührt; ichhabe das als Ressortsache des Kultusministeriums be-trachtet und bin erst hineingezogen worden, wie HerrAbgeordneter Richter sehr richtig bemerkte, durch den