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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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Ermutigung der Franzosen durch den Reichstag- 323

der Sparkassen in Preußen und über die Steigerung derEinlagen in den Sparkassen seit 1878, also seitdem diejetzige Gesetzgebung über den Schutz der inländischen Arbeitin Geltung ist. Ich erlaube mir, Ihnen darüber einigeMitteilungen zu machen, die Ihnen die Ueberzeugunggeben werden, daß es so ganz schlecht mit dem Fortgangunserer Wohlhabenheit doch nicht bestellt ist. Nur dieweniger Begüterten legen ihre Ersparnisse in den Spar-kassen an, der Reichere legt sie in Papieren an undmöglichst in den fremdartigsten vom Orient oder vonAmerika, mancher auch in deutschen Konsols; bei derSparkasse ist er nicht beteiligt. Etwa 1200 MillionenRubel sind bei uns in den letzten Jahrzehnten in russi-schen Papieren investiert worden, diese und die Summen,die in unzähligen Papieren, inländischen und ausländischen— ich will keinen nennen, um niemanden zu ärgern —angelegt sind, sind ja sehr viel größer als alle die Summen,die in den Sparkasien sich befinden. In die Sparkassenlegt im allgemeinen nur der Arbeiter und der bäuerlicheBesitzer, der Handwerker ein. Wenn Sie mir gestatten,Ihnen zu sagen, wie diese Einlagen seit 1878 sich gesteigerthaben, so werden Sie zugeben, daß ein Rückschritt undein sehr brennender Notstand nicht vorhanden ist. ImJahre 1878 betrugen die gesamten Einlagen in den Spar-kassen 1385 Millionen Mark im preußischen Staate. Wennich annehme, daß der preußische Staat sich zum DeutschenReich verhält wie 3: 5 — ich weiß im Augenblick dasVerhältnis nicht genau so können Sie sich die Ver-hältniszahlen, wie sie für das Deutsche Reich gelten, un-gefähr ausrechnen; denn im ganzen sind die Provinzendes preußischen Staates nicht unbedingt die wohlhabend-sten im Deutschen Reiche. Also die Einlagen betrugen