Wir sind zu ängstlich mit Auflösungen. 313
Negierung sich fände, die den Mut lind die. Kraft habe,den status guo, wie er ist, als einen dauernden zuacceptieren, haben wir uns schließlich doch sagen müssen,daß es 1ov6s labour lost wäre, daß unsere Liebes-bemühungen ganz umsonst gewesen sind. Wir habenuns schwer dazu entschlossen, und diese ganze Aeußerung,die ich heute ausspreche, hätte ich lieber zurückgehalten;wenn sie nicht notwendig gewesen wäre, um die Zu-stimmung des Reichstags zu gewinnen, wäre es mirlieber gewesen. Ich weiß auch nicht, ob ich sie gewinnenwerde. Sie hätten also vielleicht verlangen können, wirhätten früher auflösen sollen, aä boo für diese Frage,damit die Wähler in der Lage seien, zu wissen bei denNeuwahleil: es handelt sich darum, ob die Sicherunggegen auswärtige Angriffe verstärkt werden soll oder obsie nur die gegenwärtige unzulängliche bleiben soll. Esist ganz richtig, man muß für eine so wichtige Frageeigentlich vorher auflösen und die Neuwahlen aä lwoveranlassen. Wir sind überhaupt viel zu ängstlich inBezug auf die Auflösungen. (Heiterkeit.) In Englandlöst man jeden Donnerstag ein Parlament auf, wenn manglaubt, mit dem Nachfolger sich leichter verständigenzu können als mit dem gegenwärtigen. Darauf bin ichjedoch nicht gekommen. Ich rechne auf gemeinsame Ar-beit, nicht auf Parteieinflüsse. Unterblieben ist die Auf-lösung hauptsächlich deshalb, weil wir gar nicht daraufgefaßt waren, daß diese mäßigen Forderungen für dieVerstärkung der Wehrkraft überhaupt auf Widerstandstoßen würden. Hätten wir das vorher mit einigerSicherheit wissen können, so hätten wir allerdings mehrZeit gewonnen, wenn wir uns in einer kaiserlichen Prokla-mation an das Volk gewandt hätten, auf die Bedenken