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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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Reden sind keine Bataillone.

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! Ich bin also der Meinung, daß der historische

Prozeß, der seit drei Jahrhunderten zwischen uns und

> Frankreich schwebt, nicht beendigt ist, und daß wir daraufvorbereitet sein müssen, ihn von französischer Seite ausfortgesetzt zu sehen. Wir sind gegenwärtig im Besitz

! des streitigen Objekts, wenn ich das Elsaß als solches

! bezeichnen soll. Wir haben gar keinen Grund, darum

! zu kämpfen; daß Frankreich nach dessen Wiedereroberung

i nicht strebt, kann keiner behaupten, der sich irgendwie

! um die französische Presse bekümmert. Hat es schon

irgend ein französisches Ministerium gegeben, welches hatwagen dürfen, öffentlich und bedingungslos zu sagen:

^ wir verzichten auf die Wiedergewinnung von Elsaß-

! Lothringen, wir werden darum nicht Krieg führen, wir

j acceptieren die Situation des Frankfurter Friedens gerade

- so, wie wir die Situation des Pariser Friedens im

H Jahre 1815 acceptiert haben, und wir beabsichtigen keinen

^ Krieg wegen Elsaß zu führen — ? Gibt es in Frankreich

> ein Ministerium, welches den Mut hätte? Nun, warumgibt es das nicht? An Mut fehlt es den Franzosen dochsonst nicht! Es gibt das deshalb nicht, weil die öffent-liche Meinung in Frankreich dagegen ist, weil sie gewisser-maßen einer mit Dampf bis zur Explosion gefülltenMaschine gleicht, wo ein Funke, eine ungeschickte Be-wegung hinreichen kann, um das Ventil in die Luft zu

! sprengen und — mit anderen Worten — einen Kriegherzustellen. Es wird das Feuer so sorgfältig geschürtund gepflegt, daß man die Absicht, es zunächst nicht undauch nach menschlichem Gedenken nicht zu benutzen, umes ins Nachbarland hineinzuwerfen, in keiner Weisevorauszusetzen berechtigt ist.

Nun ist ja die Frage: ist die Möglichkeit, daß mir