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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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Die Landtagssession von 1886.

Beziehung den bischöflichen, der Kurie näherstehendenAbgeordneten für den richtigen Interpreten der päpst-lichen Intentionen zu halten. (Bravo!) Am allerwenigstenmöchte ich ein Blatt, wie die „Germania", als einensolchen Interpreten ansehen. (Lebhaftes Bravo!) Wenndie „Germania" ein richtiger Interpret der Absichtender Kurie wäre, dann würde es weder mir noch irgendeinem preußischen Minister überhaupt einfallen, auch nurden Versuch zu machen, den Frieden mit der Kurie zuerstreben (Bravo!), wir würden die Ueberzeugung haben,wenn wir ihn gewonnen hätten, so würde er uns nichtgehalten werden. Die „Germania" ist ein Organ vonLeuten, die der Unzufriedenheit und des Unfriedens imLande bedürfen und deshalb den Unfrieden nach Mög-lichkeit schüren, ohne auf die Wahrheit bei dieser Auf-gabe stets die wünschenswerte Rücksicht zu nehmen. Die„Germania" will den Unfrieden, der Papst will denFrieden, sie sind himmelweit verschieden voneinander.(Lebhaftes Bravo!)

Am Schluffe der Sitzung ward die Vorlage nebst den Kopp-schen Anträgen mit 123 gegen 46 Stimmen angenommen; ihrferneres Schicksal hing von der Haltung des Abgeordnetenhauses ab.

3. Eindämmung, nicht Ausrottung des polnischenWesens.

15. April 1886-

Unter den positiven Gesetzentwürfen zum Schutze desDeutschtums in den östlichen preußischen Provinzen gegenPolonisierung, die in der Thronrede vom 14. Januar 1886in Aussicht gestellt worden, vom Abgeordnetenhause am 30. Januardurch Annahme des Antrags Achenbach im voraus willkommen