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15 (1891) Polenfrage, Kirchenfriede, Septennat
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Wir wollen die volle Parität.

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ihrerseits zustimmen würden? Da würden wir nicht auseine Interpellation hier zu warten haben. Ich bitte dieHerren, doch auzunehmen, daß das, was der Herr Vor-redner für sich in Anspruch nahm und uns empfahl:das allgemeine Interesse des Reichs werde für ihn stetsleitend sein," daß das im Bundesrat ganz unbedingtder Fall ist und jederzeit der Fall sein wird. Also alleSuppositiouen, als ob etwas anderes jemals beabsichtigtgewesen wäre, muß ich als Verdächtigung bezeichnen, dieich im Namen der verbündeten Regierungen zurückweise.(Bravo! rechts.) Wir wollen die volle und voll-ständige Parität.

Ich habe demnach mehr aus den Motiven als ausdein Tenor der Interpellation Veranlassung genommen,selbst das Wort zu ergreifen; die Motive geben mir zudenken. Da ist gesagt:

Die Berichtigung, welche der Stellvertreter desReichskanzlers, Herr Staatssekretär, Staats-minister voir Bötticher der ZeitungGermania"(Nr. 254 II) unter dem 3. November d. I. zu-gesandt hat, gibt dringende Veranlassung u. s. w.

Ich habe mir gedacht: ist dies ein oasus proaiuiLo? soll die durch dies Communiguö, durch die Be-richtigung in Zweifel gestellte Wahrheitsliebe diesesBlattes hier eine solche Rechtfertigung erfahren? soll des-halb der ganze Reichstag in Bewegung gesetzt werden,und eine Interpellation im Interesse einer Parteizeitungals Entgegnung dieser letzteren auf die Berichtigung derRegierung dienen, um daran sorapor ali^uick Iraorsi nachher eine weitere Diskussion zu knüpfen? Dasschien mir möglich, obschon es mir doch immerhin zweifel-haft ist, daß man sich mit einem Blatt wie dieses gerade