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8 (1889) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche 1875 - 1877
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Eine Budgetrede; zur Steuerreform.

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noch eine Aufgabe; sie könnten sich sonst langweilen inder Welt, wenn gar nichts mehr für sie zu thun ist.(Heiterkeit.) Man muß einer natürlichen, nationalen, or-ganischen Entwickelung Zeit lassen sich auszubilden, undnicht ungeduldig werden, wenn sie Stagnationen, ja selbstrückläufige Bewegung hat, und darf denen, die dieserückläufige Bewegung verursachen, das nicht so übeldeuten. Die können sich doch nicht umformen und könnennicht vollständig, wenn sie in bestimmten Richtungen derPolitik ausgewachsen sind, wenn sie zeitlebens es als ihrehöchste Ehre betrachtet haben, den Partikularinteressen zudienen, nun mit einemmal dem Allgemeinen zum Opfergebracht werden. Ja, der höhere, nationale Schwung,die Erziehung treibt dazu; ich bin überzeugt, unsre Kinderwerden es viel natürlicher finden als unsre Greise. Aberdarüber, daß ein gewisses Widerstreben stattfindet, daßnicht alles plötzlich einem entgegengebracht wird, wollenwir uns auch nicht zu sehr grämen und deswegen auchnicht so schwarz in die Zukunft blicken, namentlich auchdenen, die von ihrer Ueberzeugung nicht loskönnen unddoch zu den National- und Reichsgenossen gehören, esgar nicht so übelnehmen, wenn ein alter Geist in ihnennoch fortgärt. Das erwähne ich nur in Parenthese.Die Hauptsache dieses Teils meiner Aeußerungen bleibtimmer. Sie zu bitten, daß Sie von Reichsministeriennicht zu viel erwarten. Sie müssen nicht glauben, daßdann sehr vieles leichter gehen würde, sondern im Gegen-teil eine gewisse Scheu davor haben, die Reaktion desPartikularismus gegenüber diesen reinen Zentralbeamtenzu kräftigen, und nach meiner Erfahrung würde sie ganzgewiß stärker werden, als sie bisher war.

Ich kann das Budget nur in seiner Gesamtheit Ihrer